Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Heinrich Langethal in Burgdorf v. 10.11.1841 (Blankenburg)


F. an Heinrich Langethal in Burgdorf v. 10.11.1841 (Blankenburg)
(KN 56,14, Brieforiginal 1 B 8° 4 S.)

Blankenburg am 10 Novbr 1841.


Mein lieber, theurer Langethal

Der Grund daß Du heut schon wieder einen Brief
von mir bekommst ist ein mehrfacher einmal daß
Du endlich die Rechnungen bekommst und sie in Ord-
nung kommen ich habe nemlich die vorige Sendung, welche
richtig aber am unrechten Ort eingetragen gefunden
das Ergebniß siehest Du u das zweyte warum ich
Dir schreibe ist: solltest Du zu Neujahr noch eine[r] Sendung
bedürfen, so würde es mir lieb seyn den Betrag
Deines Bedürfnisses bald zu erfahren, weil ich jetzt
im Stand bin solche augenblicklich auch selbst in meiner
Abwesenheit abgehen zu lassen; und so käme also die
Sendung gewiß noch zur rechten Zeit. Der dritte
Grund warum ich Dir schreibe ist. Mit Gewißheit
werde ich nun zum 14n dieses [Monats] auf eine unbestimmte
Zeit nach Hildburghausen in die Familie des Herrn
Erdmann Scheller gehen um dort einen Familien-
Garten so Gott giebt wie mein Herz seit langem
ersehnt und so einen ächten Kindergarten auszuführen.
Willst Du mir also die Freude machen und mir bald schreiben so adderessire
Deinen Brief post restante
nach Hildburghausen. Sobald sich dort einiges
entwickelt hat schreibe ich Dir sogleich.
Solltest Du für Dich und für Ferdinand vielleicht
noch eine[r] Quantität Spiele bedürfen so will
ich Euch die Preise so billig als nur möglich stellen
so billig daß Du die Sachen gewiß in der Schweiz
nicht erhältst, kannst mir selbst die Ansicht
über die Preise schreiben. Übrigens versteht es
sich, daß hiervon das Ganze Porto u Fracht ab-
geht Du mein lieber Lgthl sollst dadurch keine
Bürde erhalten Gott behüte. Wenn ich dieß
thue soll ich dann noch den Preis um ¼ ermä-
ßigen was wohl bey baldiger Eingehung der Gelder
angeht und NB bey größerem Bedarf.
Ich habe die Preise zu Deiner Bequemlichkeit /
[1R]
so aufgeschlagen daß ein Groschen = 1 Batzen
und 1 rth = 2 Frkn [sc.: Franken] 4 Batzen ist. Bey den
Sonntagsbl. habe ich 1 rth 16 gl sächsig = 45 Btzn [Batzen]
gerechnet.
Eben sehe ich daß ich 7 Ex: vom 2n Bde
wovon ich 1 u 2 Heft der letztern Sendung
beylegte noch zu berechnen vergessen habe;
darum der Nachtrag v 31 Fn 5 btz. –
In Keilhau ist Freude über die Herstellung
Kranker wovon Barops Neffe Luis von
Born auf dem Tod lag so daß man an seiner
Genesung zweifelte. Auch Barop’s eigene
Thusnelde ist wieder g[an]z wohl. Midden-
dorffs Hermann kränkelt noch, doch ist er
außer Gefahr.
Gott seegne uns den 13 u 14 dieses [.]
Der Großherzog von Waimar hat
5 Actien zu dem K[inder]Garten unterzeichnet
sodaß deren jetzt 121-130 à 10 rth
unterzeichnet sind.
Middendorff ist in Tagen bey Becker
in Gotha um mit diesem wegen der För-
derung des Unternehmens zu verkehren.
Ich sehne mich sehr nach Nachricht von Euch
Mit seelenvollstem Gruß an Euch alle
D. u E. FrFr.

[2]
[Rechnung]
Blankenburg bey Rudolstadt am 10 Nov. 1841
Berechnung
des Betrages der Sendung vom 16. Decbr 1840.
1840FknBtzn
Decbr 16 14Ex.6 Gabe ohne Beylage à 2 Frk28--
4 Kästchen ∆ roth gr. zu 4 Stck à 1 ½ Btz-- 6
4 do d. gelb kl zu 16 Stck à 2 ½ Btz. 1--
6 do d. gelb kl zu 32 Stck à 5 Btz 3--
6 do d. d. d. zu 64 Stück à 1 Fr 6--
30 Ex: Lebensformen zur 5en Gabe No 1-12
NB Leider sehe ich hier zu meinem Verdruß
daß noch 7 No hier nachzuliefern sind, wohl
bey der jetzteren Sendung, weil ich diese Berechnung
nicht finden konnte vergessen worden; ich bitte
um eine baldige neue Bestellung um dieß
nachzusenden <?> Ex: hast Du schon berechnet
dagegen bringe ich hier No 1-18 also das Ganze
nun nur noch <?> Ex: in Berechnung à 9 Btz
11 5
Weiter empfängst Du mit dieser Sendung
18 Expl Sonntagsbl 2 Bd bis No 13 welche
bey der nun folgenden Sendung berechnet werden
                  [Summe] SchzrFrkn43 1
[Randnotiz Langethals:*-*] [*] NB Alles <? ?> = 27 Frk; ich habe es
unter b verrechnet[*]
        Berechnung
des Betrags der Sendung vom 30 Octbr 1841.
1841 Octbr.30Schwzr Frkn Btzn
18 Ex: S[onn]t[a]gsbl. Bd. II Heft 2
das erste Heft empfingst Du mit
voriger Sendung also den ganzen 2en
Band vollständig à 45 Btzen81--
1 Dzzd Kästchen ∆ zu 4 Stck roth à 18 Btz---18
¼ Dzzd do do zu 8 Stck à 21 2 6
¼ Dzzd do do zu 12 Stck à 24 3--
1 Dzzd do do zu 16 Stck à 3 Frk 3--
1 ¼ Dzzd do do zu 64 Stck à 12 Frk16--
1/3 Dzzd do Gedritt zu 9 Stck grün groß à 26 Btz ..... 1 2
1/3 Dzzd do do zu 9 Stck grün klein à 24 Btzen
-- 8
           Übertrag Schweizerfrken109. 4 /
[2R]
Fortsetzung
Übertrag v. vorsteh. [Seite]
Schwzr FrankenBatzen
1841 Oktbr 30
109 4
1/3 Dzzd Kästchen zu 18 Stck Gedritt à 30 Btz  1--
1/3 Dzzd do zu 36 Stck do à 6 Frken  2--
1 Kästchen zu 54 Stck do-- 8
1 Dzzd Kästchen zu 56 Stck ungleichwinkl
rechtwinkl Dreyecke
 10  8
Weiter:
1 Dzzd Hefte zur 3 Gabe <4 Frk 8>2 4 8
1 Dzzd do zur 4. Gabe  4 8
½ Dzzd do zur 5 Gabe  5 6
                  Betrag in Schzrfrken139 2
               Betrag der vorigen Sendung Frk 41 1
               Gesamtbetrag Schwzfrkn180 3
Hierzu noch <Sbl> II Bd 1 u 2 Heft à 45 Btz 31 5
FriedrichFröbel
[Abrechnung durch Langethal]
Also im Ganzen211.8
Von diesem Überschickten noch vorräthig laut
beiliegender Berechnung Frkn
 80.7
Bleibt also zu bezahlen
131.1
Dagegen habe ich für 7 Ex. Sonntagsblatt 1 u 2 Bd
schon ungeachtet ich den Betrag schon überschickt habe
noch nichts erhalten, so daß mir noch Fr. 63 zu gut kommen
 63. –
Es bleiben zu zahlen S F
 68.1
Nicht in Rechnung gebracht sind die oben bezeichneten Fr 27
 27. –
                 [Restschuld] S.F. 41.1