Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Wilhelm Middendorff in Keilhau v. 19.11.1841 (Hildburghausen)


F. an Wilhelm Middendorff in Keilhau v. 19.11.1841 (Hildburghausen)
(BN 566, Bl 8-11, Brieforiginal 2 B 8° 8 S.)

Hildburghausen am 19n Novbr 1841.


In Gotteinigung unverrücktes Festhalten des klar erkannten Zieles,
                      und Ausdauer.

Deinen lieben Brief und Sendung vom 16n d. M. mit dem Postzeichen Ru-
dolstadt den 18n (also vom gestrigen) habe ich heut früh (am 19n) zwischen
9 und 10 Uhr Vormittags erhalten. Ich habe mich gar sehr über dessen
Inhalt und Beylagen erfreut. Gieng die Post von hier nach Blankenburg
ebenso directe, so müßtest Du auch heut oder einen Brief von mir bekommen
haben, welchen ich gestern von hier an Dich absandte; da ich ihn nach Keil-
hau überschrieben habe, so wirst Du ihn hoffentlich in Keilhau ihn morgen
vorfinden wenn Du dahin kommst.- Zuerst danke ich Dir für die freund-
liche Besorgung meiner Wünsche und Bitten, wie zweytens für den übrigen
reichen Inhalt Deines Briefes. Glücklich wird es mich machen wenn
ich in der nächsten Woche die ausführlichere Beschreibung des Festes be-
kommen werde, welches mir Dein Brief in seinen Hauptmomenten schon an-
deutet. Nur eines verstehe ich in Deinem Briefe nicht, Du schreibst: "ich
"bin diesen Nachmittag (am 16n) herübergekommen, so gern ich sonst
"bey der Durchführung des der Festesfeyer noch drüben geblieben wäre".
Soll wohl heißen: bey der Bearbeitung der Beschreibung der Festfeyer, keinesweges
aber zu Endeführung des Festes, was ja nur Dauer desselben vom
Sonntag bis zum Dienstag gäbe.- Wer wird diese Bearbeitung der
Beschreibung übernehmen?- Wirst Du es nicht versuchen Deinen
Vortrag so treu als nur möglich in derselben wieder zu geben?-
Mich dünkt das wäre sehr wichtig; denn dadurch bekäme erst die
Fest Beschreibung der Festfeyer ihren wahren Werth, Nutzen und Wir-
kung. Wollt Ihr sie drucken lassen, was ich mehrfach für ganz
wesentlich erachte zuerst zur Erinnerung für alle bey der Feyer
Gegenwärtigen, namentlich auch für die Zöglinge; dann zur ge-
legentlichen Vertheilung und Versendung an alle bisherigen Zög-
linge der Anstalt so weit nur deren Aufenthalt immer zu ermit- /
[8R]
[teln möglich ist,] dann an die früheren treusinnigen Glieder und Mitarbeiter an der An-
stalt also Langethal sen und Frankenberg, weiter an alle aufrichtig
theilnehmenden Freunde in der Nähe wie in größerer und geringerer
Entfernung, dann zuletzt als historisches Actenstück und geschichtliche
Notiz für öffentliche Blätter. So hat z.B. die allgemeine Schulzeitung
zu Darmstadt auch die Notiz von unserm Concert und unserm Spiel[-]
feste in seine Spalten aufgenommen, wie ich heut hier vom Herrn Diac[on]
Wölfling, dem Schwiegersohn des He Ober-Consistorialrath Nonne hörte,
welchem ich meinen Besuch machte, wie auch Herrn Consistorialrath
Kissling. Letzteren grüßte ich von Dir.- Obgleich sehr rege, so scheint
er mir doch ein ziemlich hartnäckiger Philolog zu seyn ohngeachtet er
Haupt (Chef) des gesammten Schul- Unterrichts- und Erziehungswe-
sens vom ganzen Meininger Lande, also auch des Volks- und Ele-
mentarschulwesens ist. Es ist wahr er nimmt ein gewisses Inter-
esse an meinen und unsern Bestrebungen, allein mich dünkt mehr
aus einer Art Curiosität als von und für die Sache durchdrungen
zu seyn. Ich glaube es ist Dir auch mit ihm, wie sonst wohl mit Andern
ergangen Du hast etwas von Deinem Feuer u Interesse auf ihm ihn überge-
tragen.- Doch wieder zurück zur Festbeschreibung: ich würde
an Eurer Statt 500 Exemplare abdrucken lassen und sie wenig-
stens zur Notiz an mehrere Rezensiranstalten z.B. <Helios>
Jenaische Literaturanstalten an einige solche Anstalten in Leipzig
schicken, damit wenigstens mehrseitig das Daseyn der Anstalt
dadurch documentirt würde. Wünscht Ihr so will ich Euch auch
einen Beytrag zu dem Verzeichniß derer schicken an welche die Sache
mitzutheilen wären. Wenn auch nach dem augenblicklichen
Verbrauch von der Auflage der 500 die Hälfte und mehr übrig
bleiben sollte; die Zeit würde gewiß mit großem Nutzen wenn
auch erst noch in Jahren von dem Reste Gebrauch machen.-
So meine Ansicht vom Ganzen.- Sey doch bitte so gut und theile mir /
[9]
gelegentlich einzelne Äußerungen über das Fest z.B. von Bauern, vom
Bruder von Zöglingen, von den Frauen rc. rc [mit, ] wenn anders solche geschehen
und beachtet worden sind; daß [sc.: das] ist mir eigentlich der wichtigste und wesent-
lichste Theil der Festbeschreibung; nach Umständen und je mehr solche Äuße-
rungen des einfachen gesunden Menschenverstandes wären, könnten solche
sogar mit in die Beschreibung dünkt mich als im Anfang aufgenommen werden[.]
- Für Deine Mittheilung aus dem Allgem. Anzeiger und so über Beneke
bin ich Dir ganz besonders dankbar. Ich habe schon früher von den Be-
strebungen dieses Mannes, doch weiß ich wirklich nicht durch wen? und wo?
gehört; leider ist mir dasselbe im eigenen Lebens Drang gänzlich zurück
getreten. Jetzt ist es mir unangenehm d[urc]h Lommatzsch nicht mit ihm in näh-
ere Berührung getreten zu seyn. Es wundert mich auch gar sehr daß
Lommatz[sch] der doch aus Berlin kam uns gar keine Notiz [von] seinem
Daseyn in Berlin wie über dessen Wirken mitgebracht hat. Allein auch
bey weitem mehr wundert es mich daß G. Becker bey Deiner An-
wesenheit in Gotha und bey Deinem Gespräch mit ihm diesen Aufsatz
nicht erwähnt hat denn Du warest ja am 8n oder 9en bey ihm, wo
nach seiner eigenen Angabe der Inhalt des Allgem: Anz: d. Deutschen
schon bis zum Sonntag, den 13' geordnet u bestimmt war, also müßte
ihm Beckern dieser Aufsatz und dessen Inhalt schon bekannt seyn;
Ja es dünkt mich er hätte Dir ein Wort über das eigene Zusam-
mentreffen der Erscheinung dieses Aufsatzes und meines und
unseres Wunsches sagen müssen. Er hätte nach meiner Meynung
sagen müssen daß dem Erscheinen meines praktischen Aufsatzes
und Bestrebens eigentlich durch jenen theoretischen Aufsatz vorge-
arbeitet sey. Allein so ist es diesen Herren: es steht ihnen
alles vereinzelt und sie haben weder das Bedürfmiß noch wirk[-]
lich glaub ich den Sinn u die Gabe entgegengesetzt scheinendes zu
verknüpfen; ich werde mir Beneke und Dreslers Schrift sogleich ver-
schreiben lassen. Die Unterschrift glaube ich heißt Kaverau [sc.: Kawerau] in
<Züllichau>. (Kaverau mit Hennigs [sc.: Henning], Preuß rc ein Schüler Pestallozzis [sc.: Pestalozzis]) /
[9R]
Ich muß doch nochmals auf den Druck der Beschreibung zurück kommen.
Sollte in Keilhau dafür gestimmt werden; so müßt Ihr die Sache zwar sehr
einfach aber schön und tüchtig drucken lassen wie Euch ja Frankfurt jetzt mehr[-]
fach Muster gegeben hat. Auch die in Rudolstadt gedruckte Jubelschrift der
Rudolstadter Druckerey kann Euch zum Muster d[i]enen ich meine hinsichtlich der Schrift; doch ist der Titel schlecht,
sie liegt auf meinem Schreibtische links oben unter dem Schnitzelkörbchen.
Wegen der Nähe thut ihr [sc.: Ihr] doch am besten die Sachen in Rudolstadt drucken
zu lassen.
Nun aber vor allem damit mir nicht die Zeit verstreiche zu dem
Ökonomischen. Es thut mir recht leid daß ich nicht mit meinem vorgen
Brief Dir schon Geld übersandt habe. Hierbey empfängst Du nun einst-
weilen Rth. 45 prßCrt. (Vierzig und fünf Thaler prß. Crt)[.] Vor allem
bezahle davon den Rathswirth Schlötzer. Die Rechnung die ich hier bey
mir habe beträgt Rth. 14. 20 gl. ord: Währung. Dann bezahle bey
Herrn Wetzel die SpeiseRechn[un]g für Herrn Stephani; irre ich nicht
so sind es 9 Wochen (:Zwar ist Herr Stephani ein paarmal abwesend
gewesen allein ich will sie ebensowenig rechnen als Herr W.- weil auch
ich wohl einigemal dagegessen habe ohne daß es von W-s gerech-
net worden ist.[)] Also 9 Wochen die Woche 21 gl. beträgt Rth 7. 21 gl.
Am 10 Novbr ist nun gewöhnlich die Hauswirthe pränumerande ge-
fällig; gewöhnlich braucht die Wolfram dazu vom [sc.: von] mir gegen
Rth 18-. Also auch auf die Bezahlung dieser Schuld habe ich bey
beyliegender Summe gerechnet. Bey dem Seiler Auerswald (Franz
kennt die Leute) bin ich für Holz laut eingereichter Rechnung
circa Rth 3. 8 gl: schuldig (genau weiß ich den Betrag nicht) auch
diese Rechnung kannst Du bezahlen. Sie liegt unter den unbezahlten
Rechnungen und das Packet derselben liegt rechts auf meinem
Schreibtisch in dem Kasten unter dem Schreibeschranke. Weiter
bin ich noch bey dem Seifensieder Bähring circa Rth. 2. 8 gl. schuldig
(die Rechnung liegt bey der Auerswaldschen) auch diese ist mir lieb
wenn sie bezahlt wird, weil wir jetzt immer Licht brauchen. /
[10]
Wenn Du wolltest könntest Du dann wieder 1/8 Ctr im Ganzen und
diesen wieder in dem Schranke auf dem Gange im [sc.: in] dem sogenannten
Fliegenschranke in Verschluß nehmen. Ich weiß wirklich nicht wie
Du am besten fahren wirst, vielleicht ist das letztere doch das Ge-
rathenste nur mußt Du Mengern u Stephani anhalten daß sie
sich die Lichte immer von Dir geben lassen. Noch bin ich ein paar
Kleinigkeiten schuldig, beym Buchbinder Enders in Rudolst: ein Schreibe-
buch; die Girbert hat es mir besorgt. Bey dem Musicalienhändler
Müller in Rudolst: ich glaube 3 bis 4 gl für Zeichenpapier: die Girbert
hat es auch geholt, doch wäre mir fast das liebste wenn Du die letztere
Kleinigkeit gelegentlich selbst bezahltest, worüber nachher noch ein
Wort. Auch bekommt die Girbert noch 2 Briefe à 6 <d> von mir. Auch
das Bothenmädchen die Mönnich in der Apostelgasse bekommt noch einige
Groschen von mir. Ob ich gleich nicht da bin, so wird doch wohl weil
Du nun wie es scheint förmlich bey der Wolfram wohnen willst - alle
Woche die alte Hanne be kommen, diese bekommt wöchentlich 6 <d>. Du
kannst sie ihr also noch reichen oder reichen lassen. Auch die Current-
schüler kommen von Zeit zu Zeit, ich gab ihnen jederzeit 3 Xr; doch ist
dieß kein Gesetz sondern freyer Wille.- Du siehst auch [sc.: aus] dem Ganzen
wie so sehr unangenehm es ist, daß wir in den letzteren Tagen gar nicht
das häusliche ordnen konnten, sondern getrennt so vielseitig in An-
spruch genommen waren, nun wird des Schreibens darüber noch viel
seyn. Menger hat mir kurz vor meinem Weggange wieder eine
Schuhster Rechnung [sc.: Schusterrechnung] eingereicht ich glaube von Rosenberg in Rudolst. Irre
ich nicht so beträgt sie wieder gegen Rth. 3 auch diese ist noch zu be-
richtigen, doch wird dazu das Geld nicht langen.- Bey Wetzel
kannst Du auch die paarmal bezahlen die ich und Menger nach der letzteren
Rechnungsberichtigung wieder bey ihm gegessen
habe[n], damit es dort eine klare Rech[n]ung vom 13en Novbr Sonntag
für Euch 3 werde. Merket es Euch nur ein Wenig auf, im grünen /
[10R]
Rudolstadter Schreib-Quart-Kalender, welcher in dem Schubfach
zur linken meines Schreibtisches liegt, wie viel immer täglich
dort essen, weil ja ihr [sc.: Ihr] Du u Menger oft abwesend seyn
werdet, und es darum keine Irrt[ü]m[er] giebt.-
Im Schwarzburger Hofe laß Herrn Sonntag sagen daß er Dir
meine jüngste Speiserechnung schicke, und die vorige quittirt
sie ist in Briefform und ich habe sie vergessen zu mir zu stecken:
das Aufwartmädchen hat sie dann, wie sie mir sagte an Herrn
Sonntag aufzuheben gegeben.
Wo Du zahlst läßt Du Dir Quittung geben und bist so freundlich
mir im nächsten Brief kurz die bezahlten Posten und Summen anzu[-]
geben.- Das Geld von Barop für den Rathswirth habe ich schon
bekommen; es thut mir gar sehr leid es Dir nicht gesagt zu haben.
Barop wird mit Recht unzufrieden gewesen seyn als Du von Neuem
das Geld von ihm gefordert hast. Ich war in den letzteren Tagen wirklich
ordentlich in der Flucht, so daß ich, wie Du weißt, nicht einmal zur
Frau Superintendentin gekommen bin.-
Damit Du ohngefähr weißt wem ich im Ganzen noch schuldig bin will
ich Dir kurz wenigstens die Namen hersetzen, damit es Dir nicht
unerwartet komme wenn Dich Jemand statt meiner erinnert.
Außer den oben genannten noch 1. der Apotheker (sehr wenig) 2. Färber
Ziermann (die Kinderzeuge) 3, Kaufmann Kühn (ebenso) 4. Papier[-]
fabrik Stahl. 5) Holzhändler <Zirky> (Holz gegen Weyhnacht gefällig) 6[.] Metzger
Schellhorn (21 Gulden Fuhrlohn) 7.) Bäcker <Apt> (:3 Fuhren:) 8, Gürtler
Dressel (Kleinigkeiten circa 1 rth) 9. Schlosser Seegen (wohl noch we[n]iger)
10. Vielleicht einige Groschen der Postverwalterin Wittwe Wagner
11. Tischler Löhn und 12) dessen Frau Aufwartgeld.
Dieß werden die Forderungen an mich in Blankenburg seyn.-
In Saalfeld 6 Gulden circa an <Niese>.
In Rudolstadt An den Schneider Schmidt ich glaube 13 Gulden[.]
An den Kaufman[n] Gießeguth 13-14 rth.- An den Kaufmann Willman[n] volle
6-8 rth.- An den Kaufmann Wohlfarth 19 Groschen.- An Hennig ?- /
[11]
Ich würde Dir den größten Teil dieser Forderungen sogleich über-
schicken, doch mag ich mich nicht blos stellen um immer völlig frey
zu stehen. Es ist nur damit Du das Ganze weißt. Noch bin ich
in Ilmenau bey Reinermann Buchbinder schuldig.
Wenn es nur Zeit und Umstände erlauben so ist es mir lieb wenn Du
zu der Fr: v. Gleichen gehest und dort die Sache in Ordnung zu bringen suchest
d.h. die Spiele. Vielleicht erinnert sie sich dann auch der Zahlung. Es kommt
mir eigen vor daß man die Sache so lang stehen läßt. Wenigstens
ist ein Monat rückständig ich glaube aber zwey Monate August,
und Septbr also 8 bis 16 rth pr. Ct. Im letzteren Fall wäre dadurch
nicht allein die Sachen bey dem Metzger Schellhorn, sondern auch
Mengers Schusterrechnung gedeckt und auch einiges übrig.
Nun zurück zu der andern Geschäftsseite.
Den Allgem: Anz. der Deutschen zu bekommen scheint hier schwer zu bekommen zu
seyn, wenigstens war es mir noch nicht möglich die Blätter von die-
ser Woche zu erhalten; darum nochmals Dank für die Abschrift.
Von den von Herrn Menger für mich abgeschriebenen Liedern finde
ich die Baulieder und die Lieder zu den Bewegungsspielen[.] Hat er
mir denn nicht auch die allgemeinen Lieder abgeschrieben?-
Von Herrn Schneider aus Frankfurt a/m. habe ich wieder Briefe hier
erhalten sie enthalten 1.) Beschreibungen von Spielen. 2) eine Auffor-
derung zur Errichtung von FamilienKindergärten. 3) eine neue
Bestellung von 50 Kästen 3e u 50 Stck Kästen 4e Gabe. 3e Gabe
ist aber ausgegangen sage daher an Löhn daß er mir in der
Kürze 400 zöllige Würfel, wo mögl[ich] von Weißarl machen
soll am besten sind 500, weil ich sonst nichts für mich vor-
räthig habe. Nun erinnere ich mich eben daß ich Löhn im Laufe
dieser Woche Zahlung versprochen habe. Da nun vielleicht das
Miethsgeld an den Amtsrath ? in <Pechstädt> noch nicht so drä[n]gt,
so will ich lieber noch Rth. 5 pr Ct: also fünfzig Rth prCt /
[11R]
senden und zahle dem TischlerMeister Löhn 20 Rth am liebsten
ist es mir 25 Rth auf seine Rech[nu]ng (welche cca 30 und
etliche Thlr betragen wird) aus, damit er mich wieder
fördert. Die Rechnung liegt entweder bey den unbezahlten
Rechnungen oder noch frey in dem schwarzen Schubkasten
unter dem Schreibeschrank.
Jetzt muß ich eilen daß mir der Brief noch zur rechten
Zeit zur Post kommt.- Hat Meister Löhn die Sachen
abgeliefert so stehen hinlänglich Kästchen dazu im Magazin
links in dem Saal hinter der Thür im 2n Fach von unten
hinten an der Wand. August kann solche dann einpacken[.]
Muster zu den Capseln liegen in Deinem ehemaligen
Tische in deiner kleinen Stube in Löhns Hause. Schilder
liegen rechts in dem großen Schubfach in Deinem Steh-
schreibepulte bey Löhns.
Ich bitte Dich gar sehr alle diese Kleinigkeiten ja zu be-
zahlen. Die Schilder muß August aber mit Leim u nicht
mit Kleister aufleimen.
Hat der Inspector Kleffel von <Amtgehrem> noch nicht
die Kästchen gesandt?-
Die Grüße verstehen sich.               D.FrFr
Die Scheine wechselst Du be am besten bey unserm
Nachbar Herrn <Kroch> was Du bedarfst.