Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 30.11.1841 (Hildburghausen)


F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 30.11.1841 (Hildburghausen)
(KN 56,15, Brieforiginal 1 Bl 4° 1 S. Dieser Gedichtsbrief zum 29.11.1841 wird im Brief an Middendorff v. 25.11./29.11./30.11.1841 am 30.11. [28R] als Geburtstagsgabe für Barop erwähnt; F. deutet an, daß er den Brief erst am 30.11. abgefaßt hat und hofft, daß der Brief noch am selben Tag abgeht.)

Dir
Barop!
zum 29 November 1841.
FrFr. /
[1R]
[leer] /
[2V]
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Was ist doch bey des Mannes Lebensfeste
Für ihn das Reinste, Höchste, Beste?-
Wohl ist das Gefühl, das Wissen zu seyn,
Was hoch kann des Mannes Busen erfreun;
Wohl ist das Gefühl, das Bewußtseyn zu leben
Was hohe Freude dem Manne kann geben;
Doch höhere ist's durchdrungen zu seyn:
"In Gott, dem Vater leb' ich nur allein!"

Was ist wohl schönste, beste Gabe
Die für den Freund zum Lebensfest ich habe?-
Es ist das Buch, verständlich sagt's für jedes Kind:
"In Gott wir leben, in Gott wir weben, in Gott wir sind!"
Drum Barop nimm von mir zu Deinem Lebensfeste
Nimm hin das Höchste, das Schönste, das Beste
Nimm hin was einzig ich würdig finde für Dich, für uns des Gebens:
Nimm hin von mir das ew'ge Buch des Lebens.

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