Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Nannette Pivany in Kun St. Marton v. 16.4.1842 (Blankenburg)


F. an Nannette Pivany in Kun St. Marton v. 16.4.1842 (Blankenburg)
(BN 398, Bl 107V+108R, dat. Entwurfsfragment 1 Bl 4° gefaltet, 2 S, Schluß fehlt , Bl 108a dazugehörige Rechnung:1 Zettel 16° quer. Auf der Rückseite von Bl 107V/108R hat F. den Brief an einen Kaufmann (?) v.16.4.1842 (=Bl 108V und 107R), und zwar zuerst, geschrieben. Die spätere Blattzählung wirkt hier eher verwirrend als hilfreich)

An Fräulein Nanette Pivany Wohlgeb. in Kun
St Marton per Pest per Szentes.


Blankenburg bey Rudolstadt im Fürstenth. Schwarzburg am 16. Apr 1842.


Hochgeehrteste Fräulein

Endlich am 4n dieses Monats habe ich persönlich in Hildbgn
an das bibliographische Institut in Hildburghausen
zur augenblicklichenBeypackung an die Buchhandlung Kilian
& Compl. in Pest die auf beyliegender <Nota> an Sie
verzeichneten Gegenstände nach Ihrer Bestimmung unter
der Adresse an die Fr. Gräfin Brunswick von
Korompa Stiftsdame abgegeben. - Da das Päckchen
augenblicklich bey gepackt und sogleich am folgenden Tage
abgeschickt wurde auch die Sendung direct nach
Pesth geht, so könnte es wohl mögl[ich] seyn daß das[-]
selbe sogleich mit diesem Briefe bey Ihnen einträfe, was
mir freylich gar sehr erwünscht wäre. Den Betrag
Ein dreyfache laut beyliegender Rechnung von Rth [Lücke] pre[u]ß
Courant oder fl in Rheinisch was sich sehr leicht in Wech[sel]
umsetzen lassen wird bitte ich an genannte <Cassa?>
auf für meine Rechnung zuzustellen.
Ich erlaube mir nun noch folgende Bemerkung.
Alle 14 Tage geht regelmäßig Eine Send[un]g von Hildb[ur]ghausen
nach Pesth ab und der Chef des bibl. Instit. will aus Achtung für den Zweck die Freundlichkeit
haben Beypackungen für sie sorgen.
Sollten Sie darum weitere Sendungen u Mittheilungen /
[108R]
wünschen so würde ich Ihnen solche auf genanntem
Wege gern besorgen. Vielleicht daß auch
2) die Herrn Kilian & Compl. in Pesth auf den gleichen
Rückweg: die Besorgung von Anfrage rc. an mich freundl[ich]
übernehmen.
2) Sollte es Ihnen zusagen Spiel[-] u Beschäftigungs[-]
mittel auf diesen Wege besonders bey ein[-]
tretenden Eisenbahnen directe aus meiner
Anstalt zu beziehen so würde Ich diese die Sachen
frey nach Hildb[ur]gshausen liefern Ihnen u zur Deckung der
weite[r]n Transportkosten 1/5 oder 20 % u bey großem Bedarf 1/4 oder 25 % Rabbat von mehrern Duzzend jeder Spielgabe von mindestens 1 D[u]zz[en]d jeder Spielgabe
Ihnen zusichern.
1. Leider hat der Pa[c]ker es versehen u Ihnen statt 2 Ex: die Sie
wünschten nur 1 Ex: eingepackt. Ich werde darum Ihmir erlauben
Ihnen demnächstens nun noch ein 2 Exempl. auf gleichem Wege
zu übersenden, da ich nicht zweifle daß Sie werden Ge-
brauch davon machen können, sollte letzteres aber nicht
mögl[ich] seyn so [bricht ab]

[108a]
[Rechnung]
Blankenburg bey Rudolstadt am 3n April 1842.
Ihro Hochgeboren die Frau Gräfin Brunswik von Korompa Stiftsdame in Pesth
empfangen nach Bestimmung der Fräulein Nanette Pivany in Kun St. Marton
von der Anstalt zur Pflege des Beschäftigungstriebes der Kindheit und Jugend
Vollständige Farbenfolge des Spieles 1e Gabe           Betrag in preuß Courr.
(6 Farben in 6 Kästchen) a 6 gl a Rth 1 12. -
1 Text dazu  4gl
1 Spiel 2e Gabe nebst Text 14gl
1 Spiel 3e d[it]o nebst Lithogr 10gl
1 Spiel 4e do nebst Lithogr 10gl
1 Spiel 5e do nebst [Lücke] 1 Rth
1 Sonntagsbl 1 u 2 Bd 3 Rth  8gl
Rth 7  8gl
Rabbat ¼ ab Rth 1 20
Baar Auslage für Abschrift Musik u Einklang      netto Rth 5 12gl