Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Friederike Schmidt in Gera v. 29.12.1842 (Blankenburg)


F. an Friederike Schmidt in Gera v. 29.12.1842 (Blankenburg)
(BlM XIV,21, Bl 99-100, Brieforiginal 1 B 8° 1 S.)

Blankenburg b. Rudolstadt am 29 Decbr 1842


        Theure liebe Muhme

Damit Sie und all die lieben und hochgeschätzten Ihrigen in
diesem Jahre nur noch ein Wort des herzlichsten Dankes
für die Liebe und das Wohlwollen welches ich in dem nun bald
abgelaufenen Jahre von Ihnen allen, von jedem auf
seine eigenthümliche Weise empfing, von mir erhalten mö[-]
gen schreibe ich Ihnen diese wenige Zeilen, der ich gleich[-]
sam nur auf einige Augenblicke zum Besuch aus Keilhau
hier bin um zu sehen was mir die heutige Post gebracht
hat, indem ich seit dem lieben Weyhnachtsmorgen bis
jetzt in Keilhau verlebt habe, auch dahin sogleich zu[-]
rück zu kehren denke. Wenn es mir die Umstände ge-
statten so empfangen Sie im neuen Jahre die Beschreibung
des lieben Christfestes in Keilhau, so wie was mir noch
alles zur Mittheilung an Sie theilnehmende Muhme vorliegt.
Zu nächst aber komme ich in diesem alten Jahre noch mit
einer Bitte an Sie, deren Erfüllung mich freuen würde;
Sie schrieben mir Herr <Bur> aus Burgdorf würde in diesen
Tagen kommen um seine Braut heim zuholen. Gienge es wohl
an mit dieser Gelegenheit Etwas nach Burgdorf an meinen
Neffen Ferdinand Fröbel zu besorgen? Und ist es noch
Zeit genug daß ich nach Empfang Ihrer gütigen Antwort
etwas mit der Post nach Gera zu freundlicher Weiter[-]
beförderung an Sie schicken kann[?] Gedenken Sie alle in
dem Jahreswechsel gütigst in Freundschaft u Liebe meiner
wie dieß auch gewiß thun wird
Ihr treu ergebener
Vetter FrFröbel /
[99R/100V]
[leer] /
[100R]
[Adresse:]
Ihrer Wohlgeboren
der Frau Mag. Frde Schmidt
gebornen Hoffmann
      in
      Gera
frei!
[Poststempel Blankenburg 29.12. / Eingangsstempel Gera 31.12.]