Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an <Rudolf Zacharias Becker> in <Gotha> v. <?.3.1844>


F. an <Rudolf Zacharias Becker> in <Gotha> v. <?.3.1844>
(Textfragment BN 721, Bl 3, 1 Zettel 16° 2 S., zwei Briefentwürfe mit wahrscheinlich unterschiedlichen Briefpartnern. Es könnte sich beim zweiten Briefpartner um die Redaktion der „Dorfzeitung“ in Hildburghausen handeln)

Text a)

[3]
[Ich] weiß wie leicht ein halbe[s] ein schiefes Wort
Id ein Witzwort Ihres vielgbelesenen Blatt[es]
dem augenblickl. Absatz des Buches hinderlich
[(]der Ertrag des Buches wird nicht der Ordnung
des Werkes des a[llgemeinen] d[eutschen] K.G. dienen [)]
seyn kann doch gestehe ich auch offen - daß
dem vielfach bezeugten Werth des Buches für im Berufe
seine <-> Bestimmung - daß ich dem offenen
Auge aller derer welcher solches dafür ein
Stimmrecht haben - u daß ich dem rechtl
Sinn für u Bestrebung Ihres Blattes vertraue
welche die Unvollkommenheiten des Buches ihm nicht
als große Unverzeihliche Fehler anrechnen werden
so daß so endl das Buch sich da [Lücke]
und so dem Buche die Gerechtigkeit ange-
deihen lassen werde auf welche
es wohl Anspruch machen darf.
Denn allgem spricht sich selbst in dem Großen
Berlin jetzt nach öffentl. Blättern die Erfahrung
aus daß sie nicht wissen wie sie die kleinen
Lebendig. Geschöpfe behandeln u beschäftigen sollen
und keines der jetzt bekannten Mittel zum Ziel
führt - dieß aber bahnt wenigstens
meine Mittel an welche sich bis
hier u nun seit Jahren im Kreise
seiner Einwände bewährte, ob sie groß und klein
aus Erfahrung u Prüfung wenig[stens] Überzeugung recht oder Unrecht sprachen.
Zu einer solchen Kenntniß soll aber auch
schon dieser Brief u sein Gefolge Anlaß geben[.]

Text b)

[3]
Vertrieb der klein[en] Auflage in dieser Form mögl machen
so soll dann sogl eine zweite billige für die Mittelklasse
folgen von welcher wir wohl wissen wie sehr sie auch
aus wohl schon vielseitig der Wunsch um billigen Besitz der[-]
selben ausgesprochen worden ist und wir hoffen dad[urc]h auch
doch werden u können sich dem Wunsche recht vieler Glieder ihrer
<Dre[s]d[ner]> Erziehungsgemeinde entgegen zu kommen; doch <manchem u> um
es zu können müssen uns die reichen u vornehmen dieses
d[urc]h Absatz Vertrieb des Buches in den Stand setzen es thun
zu können; wir hoffen dad[urc]h dann auch wesentl die
baldige vollkommene Ausführung des Deutschen Kindergartens
zu wirken. Mögen Sie in dieser Hinsicht auch den Umschließenden
Aufruf beachten - die große Spielgabe auf welche
er sich als Anschauung stützt liegt zur Prüfung vor Ihnen[.]
Die Gebrauchs Anl[eitung] dazu habe ich <einf[ach]> auch <Ihrem>
HErn Stadt<drucker> <Köstig> übersenden können; wie nun auch
die Koselieder zur allseitigen Prüfung sich Ihnen
übergeben - die Mutter wünscht Ihre [sc.: ihre]
Lieder hoffen wir noch im Laufe dieses
Monats auch zu Ihrer Prüfung einzusenden
Ich weiß gerade zu was ich wage und
ich dieß Buch Ihrer Empfehlung eines großen
Publikums empfehle, ich weiß [bricht ab]