Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an A. L. Kommer in Berlin v. 12.4.1844 (Blankenburg)


F. an A. L. Kommer in Berlin v. 12.4.1844 (Blankenburg)
(BlM XI,3, Bl 29, Reinschriftfragment 1 Bl 4° 1 S. )

Herrn Kaufmann A. L. Kommer Wohlgeboren in Berlin Kl[o]st[e]r[a]ße No 25.·.


           Blankenburg bei Rudolstadt am 12en April 1844.

Immer habe ich nur Ursache meine Antworten auf Ihre Werthen mit Bitten
um Entschuldigung wegen Verspätung zu beginnen, was mir dabei jederzeit
ein recht unangenehmes Gefühl giebt. Doch hoffe ich, daß dieß das letzte mal
seyn wird, weil es mir immer mehr gelingt, das vielseitig verzweigte Geschäft
zu einen und zu concentriren.
Für Ihre gefällige Zusendung eines Wechsels über Rth. 300 auf Friedr. Jung
& Comp.
in Leipzig sage ich Ihnen meinen Dank; ich habe denselben an Günther
Froebel
in Rudolstadt abgegeben und ich habe keine Ursache zu zweifeln daß
derselben angenommen und realisirt worden ist.
Was Ihre fernere freundliche Zusicherung betrifft, ferneren kleineren Wechseln
von mir bis auf die Summe von Rth. 500- zuzüglich des Empfangenen Rth. 300
den gehörigen Schutz angedeihen zu lassen, so werde ich vielleicht in cca 14 Tagen
auf den Betrag von Rth. 40- Behufs eines nach Helgoland reisenden jungen
Malers davon Gebrauch machen. Es wird deßhalb nöthig seyn denselben <n>/5
zu stellen, und könnte er somit in cca 3 Wochen an Sie abgegeben werden;
die angegebene Firma werde ich beachten.
Was Ihre weiteren Wünsche nach Beendigung unseres Kaufgeschäftes
hinsichtlich einer gegen Ausstellung eines Reverses abzugebenden Quittung
über den ganzen Empfang der Kaufsumme betrifft, so werde ich denselben zur
Vermeidung eines Hypotheken Documentes gern entgegen kommen, und bitte
Sie nur, mir dann, zur Umgehung weiterer Weitläufigkeiten ein Formular
dafür zu übersenden und ich glaube nicht, daß es von meiner Seite einen Zwei[-]
fel unterliegen wird, dasselbe sogleich auszufertigen.
Angeschlossen empfangen Sie das gewünschte Exemplar des Familienbuches.
Von Ihrem gütigen Anerbieten zur Förderung meines Unternehmens
von Ihrer gefälligst angegebenen Firma Gebrauch machen zu dürfen, werde ich
mir erlauben gelegentlich Anwendung zu machen.
Können Sie zunächst in Ihrem gewiß nicht kleinen Lebenskreise etwas [Text bricht ab]