Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an S. A. Schwarzkopf in Blankenburg v. 1.12.1844 (Frankfurt/M.)


F. an S. A. Schwarzkopf in Blankenburg v. 1.12.1844 (Frankfurt/M.)
(Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, Autographensammlung, Brieforiginal 1 B 4° 2 S.)

Frankfurt a/m am 2 1 Decbr 1844.

Lieber Herr Schwarzkopf

Recht sehr habe ich mich gefreut, daß Sie durch Ihre schnelle
Beantwortung des Sauerländerschen Briefe[s] mit der
nun eine Weihnachtsanzeige, mir ohne, daß Sie es
ahneten einen Beweis gegeben haben, daß Ihnen
die Förderung des Geschäftes noch Angelegenheit
Ihrer Sorgfalt ist, wie ich auch vertrauensvoll
gehofft habe. Seit meiner Rückkehr nach Frankfurt
bin ich nun auf das unablässigste thätig gewesen un-
seren Artikeln hier Anerkenntniß, Verbreitung und
Absatz zu verschaffen; es ist mir nach wirklichem Kampfe
gelungen zwei Männer für die Sache zu interessiren,
welche geneigt sind alles zur Förderung der Sache hier am
Platze zu thun, der eine ist der Buchhändler Sauerlände[r].
Um nun den etwaigen Bedürfnissen dieser Männer
entgegen zu kommen habe ich Sie, da mir nicht einmal zu
einer Zeile an Sie unmittelbar Zeit blieb, durch [die] Her[ren]
Middendorff u Barop in Keilhau um eine ansehnliche
Sendung ersucht; ich hoffe nun nicht nur, daß Ihnen die
Bestellungen zu Ihrer Zeit richtig zugekommen sind, son[-]
dern ich erwarte auch die Sendung selbst jeden Tag;
ich bitte Sie nun doch, schreiben Sie mir ja mit umgeh[-]
ender
Post unter der Adresse Herrn Karl Schneider
Großeschenheimer Gasse Lit D. 165. wie es mit dem
Ganzen steht. Ich habe mir die größte Mühe gegeben un- [sc.: um] /
[1R]
um [2x] den Gegenständen hier Verschleiß zu verschaffen
ich bitte Sie nun auch so schnell und pünktlich als möglich
die gemachten Bestellungen zu besorgen, wenn Sie
solche - wie ich jedoch nicht h erwarte - noch nicht abgesandt
haben sollten.
Auf diesen Fall bitte ich die Sachen in kleinere Kolli oder
Kistchen von der Größe eines größern Mantel-
sackes oder kleinen Koffers zu verpacken, so
durch den gewöhnlichen Fuhrmann in Rudolstadt
nach Waimar [sc.: Weimar] und von da durch die gewöhnlichen
Gesellschaftswagen hierher unter oben angegeben[er]
Aderesse zu besorgen. Gut würde es seyn, wenn
Sie selbst die Sache nach Waimar brächten, da[-]
mit von dort aus alles richtig besorgt würde, so
daß ich das Ganze in der kürzesten Zeit erhielt.
Jedenfalls erwarte ich aber von Ihnen mit
der umgehenden Post Nachricht wie alles steht.
Heut ist leider die Zeit zu kurz um mehr zu
schreiben ich denke Ihnen schon morgen das weiter
Nöthigste mitzutheilen. Mit Gruß u Achtung
der Ihrige
FrFröbel /
[2VR]
[leer]