Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an die >Keilhauer Gemeinschaft< v. 14.12.1844 (Frankfurt/M.)


F. an die >Keilhauer Gemeinschaft< v. 14.12.1844 (Frankfurt/M.)
(KN 56,37, Brieforiginal 1 Bl 8° 1 S.)
(Verhältnis Originalzeile : Transkriptionszeile nicht 1 : 1)

Frankfurt a/m Sonnabend am 14 Decbr 1844

Lieben Freunde u Brüder

Mein Geschäft hier ist beendet. Die eintretenden Festtage setzen der weiteren Entwickelung zunächst ein Ziel. Mein[e] Hauptgeschäfte wären jetzt Vertriebsgeschäfte mit Valentin Meidinger, doch diese wären erst nach Neujahr anzubahnen möglich, die Zeit meines Hierseyns also unverhältnißmäßig verlängernd. Ich kehre also gegen das Ende d.h. die letzteren Tage künftiger Woche zurück, ohne Zweifel erfülle ich auf der Reise noch einen mir lange Zeit schon ausgesprochenen Wunsch; doch darüber noch in den Tagen meiner Abreise.
Entwickelt hat sich hier nichts als daß ich Frankf[urt] als Geschäftsort habe kennen lernen; dieß aber ist mir sehr wichtig.
Schwarzkopf hätte mir augenblicklich wie ich schrieb nur die Koselieder senden sollen.-
Ich erwarte also keinen [sc.: keine] Briefe hier, habt Ihr mir Lebenswichtiges zu schreiben so schreibt es mir unter der Aderesse [sc.: Adresse] von Heinrich Müller in Gotha.
Gott mit uns.
D. u. E. Fr. Fr.

Wegen Unger war hier bis jetzt auch gar nichts zu thun die Bilder müßten den wirklich[en] Kunstwerth haben.

Gemäldehändler zahlen wenig.