Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Friedrich Gottlieb Becker (= Red. "Allgemeiner Anzeiger der Deutschen") in Gotha v. 4.2.1845 (Keilhau)


F. an Friedrich Gottlieb Becker (= Red. "Allgemeiner Anzeiger der Deutschen") in Gotha v. 4.2.1845 (Keilhau)
(BlM XV,3, Bl 92, Brieforiginal 1 Bl 4° 1 S. Am Textende Beantwortungsnotiz Beckers v. 26.2.1845.)

[Briefkopf: Lithographie Keilhaus mit Bildunterschrift
"Erziehunganstalt in Keilhau", die bezüglich der Blickrichtung erweitert wird]

Erziehungsanstalt in Keilhau
(:gegen Osten:)
Hochverehrter Herr Hofrath!

In Beziehung auf Ihre gütige Erkenntniß bin ich so frei Ihnen den bekannten Aufruf zu geneigter Aufnah-
me in Ihr so allgemein anerkanntes Blatt beiliegend zu übersenden. Zwar glau-
be ich nicht, daß dieser Aufnahme weder durch Größe, noch durch Inhalt und Form
ein Hinderniß entgegen stehe, doch wiederhole ich, was ich mir schon erlaubte Ihnen
mündlich auszusprechen: - daß ich, unbeschadet des Inhaltes und Zweckes, nicht an Worten
und Ausdrücken hänge, und es mir hier nur um die Veröffentlichung und Verallgemein[-]
nerung des Gedankens zu thun ist, welchen ich in den jüngsten Tagen in Rudolstadt unsern
im Fache der Erziehung durchbildeten und erfahrensten Männern auch zur Prüfung vor-
legte, die auch zu dessen Ausführung willfährig die förderliche Hand reichten. So bin ich
denn von neuem tief überzeugt worden, daß sich Ihr schon so hochacht[b]ares Blatt des Dankes
<f> vieler seiner Leser - wegen der Veröffentlichung dieses Gedankens - erfreuen wird und
ich hoffe Ihnen recht bald aus meiner Nähe die Blühten und, in entsprechender Zeit, die Früchte
dieser Idee mittheilen zu können. Möge uns die Erscheinung des Aufrufes in Ihrem Blatte
recht bald dazu den Anknüpfungspunkt geben; ich glaube auch daß zu dessen Erscheinen jetzt viel[-]
fach der günstigste Zeitpunkt ist, wie ja auch meine Unterschrift dessen Inhalt und Form vertritt.
An die hochachtungsvollsten Grüße meiner bekannten Freunde die meinigen schließend
bitte ich um die fernere wohlwollende Beförderung meiner Bestrebungen ergebenst
Keilhau b. Rudolstadt am 4n Febr. 1845.
FriedrichFröbel.