Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an H. Windorf in Stadtilm v. 14.10.1845 (Keilhau)


F. an H. Windorf in Stadtilm v. 14.10.1845 (Keilhau)
(BlM XV,3, Bl 103-104, Brieforiginal 1 B 4° 1 S.)

Herrn Rector H. Windorf Wohlgeboren in Stadtilm.

        Keilhau am 14en Oktbr 1845.

Hochgeehrtester Herr Rector.

Ich finde mich aufgefordert mir zu erlauben Ew: Wohlgeboren
die Beilage mit der ergebensten Bitte um die gelegentlich bal-
dige Besorgung an die Aufschrift <res> zu übersenden. Sehr gern
bin ich da gegen wieder zu freundlichen Gegendiensten bereit, so wie
ich zunächst für diese Geneigtheit Ihnen freundschaftlich danke.
Mein Freund, Herr Middendorff hat mir so viel Erfreu-
liches von einer gelegentlichen Zusammenkunft erzählt, welche er auf
seiner jüngsten kleinen Reise nach Arnstadt rc, in Nahwinden mit
Ihnen gehabt hat. Er hat mir aber auch gesagt, daß er Sie in Auf-
richtigkeit eingeladen habe, mich hier in Keilhau bei Ihrer Vorbei-
reise zu besuchen; es thut mir sehr leid, daß Sie dessen Einladung
nicht gefolgt sind; ich erlaube mir nun die Einladung desselben
hier zu wiederholen und ich wünsche und bitte nur, daß Sie solche bei
einer nächsten Reise nach Blankenburg nicht unberücksicht[igt] lassen
und sich so einrichten mögen, daß Sie es sich eine Nacht wenigstens
bei uns hier in Keilhau gefallen lassen mögen, wo wir dann
am Abend unsern lieben und hochachtbaren Herrn Pfarrer Meyer
in Eichfeld besuchen wollen, welchem Sie, wie ich zu meiner Freude
von ihm höre, ein lieber Freund sind.
Gern hätte ich mich in Beziehung auf Ihr Zwiegespräch mit Herrn
Middendorff über Einiges mitgetheilt, doch ist die Zeit jetzt dazu
mir zu beengt, indem es mich treibt die Beilage an dem Orte ihrer Be-
stimmung zu wissen.
Mit wahrer Hochachtung
Ihr
          Ergebenster
FriedrichFröbel /
[103R/104VR]
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