Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an <?> in <?> v. <1840/45>


F. an <?> in <?> v. <1840/45>
(BN 707a, Bl 96, 1 Streifen fol 2 S., undatierter Entwurf)

[96]
hervor, weil es
in der Zeit nothw[endi]g
ist. Es ist ich spreche es
nochmals aus eine mit
dem gesammten weibl Ge[-]
müthl[ichen] Bedürfniß über-
einstimm[ende] Thätigkeit, daher
ihr auch die allseitige
menschl u gesellschaftl würdigende Anerkennung n[ich]t
fehlt. Zwar bedarf
es dazu nicht eben gro[-]
ßer Vorbildung, sondern
die welche jetzt eine
gut eingerichtete höher[e]
Bürgerschule giebt ist bei
Voraussetzung vollkommner
Sittiger Lebensreinheit
ganz dazu genügend;
allgemein auch bei
dem geringsten Ge-
schäfte eine vielfältigste höhere
Ausbildung von Nutzen ich sage liebe[r] von Segen ist, so
nach sind, deshalb
möchte ich besonders in sich kindl einfach <gebil[dete]>
Töchter aus den sogen wirkl gebildeten
Familien <und bei>
diesen Reife für Menschen[-]
bildung, Volkswohl u
Familienglück zu wirken
zu folgen es ist ja
Es ist ein heiliger
Menschenbeglückender Beruf/
[96R]
leise so strenge sehr
ernste Forderung der
Zeit dieser zum Heile
des Einzelnen wie des
Ganzen sich regenden
natur[-] u menschheit-ge[-]
mäßen Anerkenntniß
helfend u fördernd zu
ihrer thätigenVerwirk[lichung]
förderlich zu sein, hier
fehlt es aber vor
Allem an richtiger Ein-
sicht und Gewandtheit
wie an der nöthigen Gesin[un]g
an der nöthigen Hülfe im
Einzelnen wie der im all[-]
gemeinen. Denn das
trifft gleich bei der
Beachtung Rückkehr zur der frühesten Kindheit[-]
pflege ent[-]
gegen, das Kind muß nicht
nur als Wesen an sich
als Sonderwesen, sondern
auch auls [sc.. als] Glied der eben
bestehenden menschlichen Gesell[-]
schaft - sondern sogar
auch als Glied der Men-
schheit u Geistes, <-> als
Glied des in sich einigen
Lebensganzen beachtet, entwickelt u erzogen [werden.]
Dazu fehlt es aber
erstl wie an Selbstbildung
u <übung> - zweitens an
Gehülfen - drittens
an zweckmäßig[en] An[-]
stalten, denn warum
wollen wir denn nur
ferner wie Kinder blind
seyn gegen einen Zust[an]d
in welchem wir nun einmal
doch Hunderte von <ungei[-]>
stigen u unverwirklichten
wie aus <?>
ihnen <?> Verhältnissen
gekommen sind warum soll[en]
wir nicht endlich mit offen[em]
Auge u Wesen einen [bricht ab]