Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an <?> [Verfasser eines Aufsatzes im AA] in <?> v. 15. 7.1846 (Keilhau)


F. an <?> [Verfasser eines Aufsatzes im AA] in <?> v. 15. 7.1846 (Keilhau)
(BN 707a, Bl 52-53, dat. Entwurf 2 Bl fol. 3 S. ohne Adressatangabe)

An <?> [Verfasser des Aufsatzes über Communismus in No 185 des Allgem: Anz: d. Deutschen]
vom 11. Jul. 1846

             Keilhau am 15 Jul 1846.


Hochgeehrter Herr

Ihr Aufsatz in No 185 d. A A. d. D. über Communismus, oder
vielmehr die Ihre darin ausgesprochene Welt- und Lebensanschauung
und Ihre daraus hervorgehende feste und klare Überzeugung,
daß der Menschheit als Ganzes, wie den einzelnen Geschlechtern
in welchen sie erscheint, daß den Völkern wie den einzelnen
Familien, und so auch uns Deutschen Volke und jeder einzelnen unserer Familien
ja jedem Einzelnen von uns selbst welcher der Hülfe bedarf nur dann wahr-
haft geholfen werden könne, durch wenn die Hülfe auf richtiger Anwendung der klar
erkannter Welt- und Lebens-
gesetzen beruhet - hat mich, wie soll ich dessen Wirksamkeit
auf mich richtig und scharf genug bezeichnen, - wirklich
unaussprechlich erfreut, unaussprechlich denn er zeigt läßt mich
den Aufgang des ächten Lebenssternes, ja ich darf sagen der
wahren Lebenssonne ahnen, deren Erscheinen ich, ich möchte
sagen schon seit meinen mir noch bewußten frühesten Denken schon
ich möchte sagen entgegen reise; es ist der Stern und die Sonne
der Überzeugung, welche nach ihrer Anwendung die der Welt nach ihrer Anwendung den
      Frieden und des Lebens Freudigkeit
nach der sie strebt geben wird der es ist die Sonne der Überzeugung: - daß nur nach klarer
            Erkenntniß des hohen Einklanges der Welt- Natur- und Lebens-
gesetze, und nach treuer Nachlebung nach denselben mit freyer
Selbstbestimmung alle nach und nach (immer mehr) das Lebens Ziel werde er-
reicht werden, nach welchem unser Herz u Sinn mit unbe-
siegbarem Sehnen, Muth, Kraft, Ausdauer u Hoffnung endlicher
Erreichung streben muß. Wie Sie selbst so bestimmt als einfach in dem ange-
führten Aufsatze aussprechen: - "Das Menschengeschlecht und der
Geist in demselben will die Welt als ein (harmonisches) Ganzes
haben" u.s.w. in Fortgange weiter: - "Hiernächst ist die Herstellung der Har[-]
"monie der Welt nur möglich nach den dieser Welt innewohnenden
"Gesetzen, nach den Welt (oder Natur-) Gesetzen." Und weiter[:]
"Demnach setzt die Herstellung der Weltharmonie die Erkenntniß
"der Weltgesetze voraus."[AA Nr 185,Sp 2385]
Weiter[:] "Alsdann wird die Erkenntniß der Weltgesetze nicht er-
"worben durch einen einzigen Menschen sondern durch das ganze
(vorige, gegenw.[ärtige] u zuk[ünftige]:) Menschengeschlecht" u weiter: "Ferner
"setzt der Mensch voraus, daß alles harmonisch werden solle
"und daß nur er die Weltharmonie herstellen kann. Demnach
"lauten die bisherigen Sätze so: - die Welt soll ein (harmonisches)
"Ganzes werden u der Mensch soll dieses Ganze herstellen" Und
weiter[:] "Aus dem Allen folgt, daß die Herrschaft des Geistes über
"die Materie zur Herstellung der Weltharmonie nur mögl[ich] ist,
"durch die Vereinigung der Menschen zu dieser Herrschaft, denn
"der einzelne Mensch ist nicht fähig, die Erkenntniß der Weltgesetze
"in ihrer Gesammtheit zu erwerben. Also schon zum Erwerb
"der Erkenntniß dieser Gesetze ist die Vereinigung der Menschen er-
"forderlich. Allein auch angenommen die einzelnen Menschen seyen im
"Besitze der Erkenntniß aller Weltgesetze, so würden sie doch nur
"diesen Gesetzen gemäß herrschen können u wirklich herrschen, würden
"also eben einig seyn, wenn sie auch nicht besonders sich vereinigt
"hätten. Die Association ist denn auch bis jetzt immer im
"Zunehmen gewesen."[AA Nr 185,Sp 2386f] Diese Sätze, die ich deßhalb wörtlich wie[-]
derholte, sind nicht nur die Wiederspiegelung meiner sich durch
mein g[an]zes Leben wie ein rother Faden durchziehenden Überzeugung, sondern
der, sondern ich darf sagen, sie bilden seit meiner frühesten Jugend den
Geist meiner Bestrebungen u sprechen sich darum auch in mein[em] Handeln
u dessen Ziele klar aus. Darum aber auch erfüllen wecken Ssie in mich mir mit die
[Ergänzung links *-**] *ein so hohes Vertrauen Muth daß ich vertrauensvoll als strebender Mann zu Ihnen den strebenden Mann für bewußte Lebenseinigung
zur Erreichung des gemeinsam[en] Zieles: - Allgem AnErkenntniß u Anerkenntniß
der Natur[-] u Lebensgesetze u [-]formen nachleben nach denselben komme
welches ich es als Erziehung u d[ur]ch erzieh[en] nun seit fast 2 Menschenalt[er] zu
erreichen suche, welche ich zu Erreichen suche durch d <That> u Geistes Zusammenwirken
mit Männern welche gleich[er] Überzeugung – Sie tragen Sie setzen voraus welch eine**
[weiter linke obere Hälfte dieser Seite *-**]
*daß nur die klare Erkennung und Anerkennung wie feste Anwendung
der Welt- Natur- und Lebensgesetze das Menschenleben zu dem Leben wahren
Ganzen bilde welches wir alle für dasselbe ersehnen u er[-]
streben hat mich hoch sehr hoch erfreut denn ich hweiß nun durch diesen
Aufsatz gewiß daß es in meinem lieben Vaterlande u unter
mein[em] geliebten Volke einen Mann giebt welcher mit mir
gleiche Welt- u Lebensansichten im Busen trägt im Gemüthe
u Geiste pflegt und zum Gemeinsam[en] Wohl zur allgem[einen] Kenntniß
u Anerkenntniß wie Ausübung zu bringen sucht, wenn ich nun auch noch
nicht weiß wie ich ihn nennen soll
u wo er lebt u wirkt so weiß ich doch wie ich ihn finde
u wenn er gleiches Bedürfniß wie ich zu ächter Gemüths[-]
Geistes[-] u Lebens[-] u ThatEinigung in sich trägt, wie diese zu bewirken ist
So weit ich hierauf den[n] seit langem hoffe ich zum Heil meines Volkes u Vaterlandes   ein[en] weisen Mann zu finden und wäre es mögl[ich] mich mit ihm geistig zu      ein <Gefühl>
mich nemlich meines bewußten Denkens in meinen frühesten Jugend
Jahren erinnern kann wurde d[ur]ch ein eigenthüml[iches] Lebensgeschick [im] Knaben[-]
u Jugendleben jene Überzeugung eines hohen Lebenseinklanges, und des
Wirkens allgemein durchgehender Natur[-], Welt[-] u Lebensgesetze
in mein[em] Gemüth u Geist geweckt, wie sich dann in meinem spätern
Leben all mein Streben besonders als Vereinzelter Selbsterzieher auf diese Überzeugungen bezog. Vor 40 Jahren zum ausübenden Erzieher berufen
war meine erste Sorgfallt meine Zöglinge auf die
Beachtung des innern Lebenszusammenhanges u dessen Gesetzen
aufmerksam zu machen, besonders auch wie sie sich im großen Naturleben
dem sinnbildlichen Spiegel der Menschen u [der] Menschheit kund thun.
Wiedergekehrtes tiefes ernstes Naturstudium bestimmten mich in seinen
Ergebnissen auf das Durchgreifende der allgem.[einen] Welt- Natur[-] u Lebensge[setze]
in ihren verschieden[en] potenzirten Erscheinungen vor nun 30 Jahren mir [sc.:mich],
die Allgem.[eine] deutsche Erziehungsanstalt hier in K.[eilhau] zu gründen u dann
ich theilte mit Ihnen unbewußt schon dort trug schon dort die Überzeu[gung] die in
mir welche Sie als Ergebniß Ihrer Selbsterfahrung u Ihres Selbstth[uns]
so klar bestimmt als einfach in dem angeführten Aufsatze aussprachen /
[52R]
Da ich nicht voraussetzen darf, daß Ihnen hochgeehrter Herr
meine Lebensbestrebungen, mit welchen wie ich aussprach Ihre
Lebenserfahrungen u Überzeugungen, Ihre Lebens- u Weltansichten in so bestimmtem
Einklange stehen -und noch weniger daß Ihnen die von mir darüber erschien[enen] Druckschr[iften] bekannt mindestens in ihrem Zusammenhange
u ihrem Geiste nach bekannt sind so muß ich - um nach meinen Wunsche ein weiteres
Verständniß und ist es mögl[ich] außer der sich d[ur]ch sich selbst er[-]
gebenden bisher unbewußten Geistes Übereinstimmung u Einklang nun auch in diesem       Geiste eine be-
wußte Lebens- und Strebens Einigung (Einigung des Strebens und per[-]
sönlichen Zusammenwirkens [)] herbei zu führen - schon so frey
seyn Ihnen etwas von meinen bisherigen Bestrebungen
mitzutheilen. Die erste mir aus meinem frühesten Knabenalter
erinnerl.[iche] Ahnung und bewußter Gedanke ist der, der hohen
Lebenseinigung. Er mag hervorgerufen worden seyn, durch ein eignes
Geschicksal welches mich früh zum Selbsterzieher u zum Zögling eben dieses Schicksal[s]
machte. In dem Berufe als meiner Erzieherwirksamkeit indem zu welcher ich vor 40
Jahren berufen wurde war durchgreifendesr Zweck u Ziel meines
Wirkens meine Zögling[e] zur Einsicht in den innern Lebenszusammenhang
und zur Befähigung zur Darstellung desselben zu erziehen. –
In den Schriftchen in welchen ich von meinem nun vor 30 Jahren
begonnenen selbstständigen Erzieher Wirken von der Begründung der allgem. d. Erz. Anst. öffentl.[iche] Anzeige machte,
sprach ich aus
daß wir jene Erreichung unserer Bestimmung als Volk vor allem
[durch] Eindringen in die u Anwendung der dieser} Naturgesetze in der
Erziehung des Menschen wie in dessen Leben be [erhielten] und daß wir
deßhalb gleichsam, wie früher eine Bibelübersetzung, so jetzt
einer Naturübersetzung zum Erkennen u Anwend[en] der sich in der Natur gleicher           <Weise> aussprechenden Lebensgesetze bedürftig [seien.]
Einige Jahre später spreche beginne ich in dem 1 Bd der dort v[on] mir erschienenen Menschenerziehung[:]
In Allem ruht wirkt u herrscht ein ewiges Gesetz u.s.w. Zur
Erkennung Anerkennung u Anwendung dieses Gesetzes muß möge so der
Mensch erzogen werden muß er sich selbst erziehen.
Als ausführender Erzieher diese Lebens[-] u Weltgesetze war zu erkennen u
in so weit ich sie erkannt zu haben glaubte in Anwendung
zu finden [sc.: bringen], war mir nun als Erzieher die größte Lebens[-] u Berufsaufgabe. Bald
erkannte ich ihren Beginn in der Kräftigung u Pflege des Thätigkeits Beschäftigungs-
Triebs auf der Kindesstufe in der Beach[tun]g u Pflege des
Spieltriebes des Kindes
[Randnotiz*-**] *Wie ich meine Erziehungsanst[alt] die ich auf diese angedeute[ten], wegen der besonders für deutsche allgem Güteigkeit der Grundsätze
Wie ich meine Erziehungsanstalt auf diese angedeut[et]en Grund Welt- Natur- u Lebensätze
gründete, u jene darum , wegen der allgem.[einen] Gültigkeit dieser
besonders für Deutsche, die allg.[emeine] d.[eutsche] Erz.[iehungs] An[stalt] nannte - so suchte
ich diese Gesetze in mein[en] desfallsigen Anzeige[-] u Erziehungsschriften
zur allgemein[en] Erkenntniß u Anerkenntniß zu bringen, wie diese
sattsam zeigen. Doch eine lang mehrjährige wiederkehrende Erfahrung lehrte
mich daß daß [sc.: das] Erziehungsgeschäfte selbst als bewußte Kunst
früher beginnen müsse als es gewöhnlich das Haus und <selbst>
die Erziehungsanstalten thun, und daß sich diese Geschäfte
besonders auf die Pflege eine sorgliche Beachtung u Pflege des kindlichen Lebens,
Thätigkeits[-] u Beschäftigungstriebes ge widmen müsse und **
so trat mir vor nun 10 Jahren
die Wichtigkeit dieses Triebes u des Spieles so wohl in dem
Gange seiner Entwickelung als in seiner Wichtigkeit für
die Erziehung u Bildung des Kindes entgegen;
[Randnotiz*-**]
*und ich gründete die Anstalt zur Pflege des Beschäftigungstriebes der
Kindheit u Jugend, in und d[ur]ch welche ich Spiel Mittel u Weise auf[-]
stellte u allgem[ein] zu machen suchte in welche die Kinder frühe zur
Ahnung Anschauung durchgreifender Bildungsgesetze u später zur Ahnung allgem.[einer] Welt- Natur- u Lebensgesetze geführt werden
sollen**
da aber nun
die menschl[ichen] Entwickelungsgesetze des Kindes in ihre volle Wirksamkeit zu
setzen, dieß aber nur in inniger Einigung Beachtung und Pflege mit
der Natur u dem Leben geschehen kann
wie dieß beim Gärtner in Hinsicht auf die Beachtung
u Pflege seiner Pfl[an]zen u Gewächse geschiehet, mir
aber auch wie um eine allgemeine Erkennung u Anerkennung
so wie um eine g[an]z allgem.[eine] Anwendung u Ansch[auu]ng
der sich in der Natur klar und so auch besonders auch in dem frühen
{vorschulpflichtigen/frühen} Alter der Kinder lebenvoll
ausspricht so gründete rief ich vor nun 6 Jahren für das früheste
Kindesalter die Kindergärten aus <dafür> u schrieb
zur einer dieser entsprechenden Pflege des Säuglings
und frühesten Kindheitlebens die Mutter[-] Kose[-] u Spiellieder
und knüpfte brachte damit entwickelte daraus jene zur Ahnung u Erkennung
der Natur[-] u Lebensgesetze u ihrer Anwendung u Ausführung führenden
organisch entwi[ckelnde] Reihenfolge von Spielgegenständen u Spielweisen - /
[53]
in dem sich einigenden Kindes[-] u erziehend[en] Menschenleben
wie das Leben der Natur die Entwickelungs Gesetze
des Menschengeschlechts u der Menschheit wiederspiegeln
[Randnotiz*-**] * frühe diese Erkenntniß u Anerkenntniß
dieser Überzeugungen die Kinder vor alle[m] die Kinder
des deutschen Volkes entgegen zu erziehen.**
Hier ist nun der Punkt wo mir es scheint als wenn
meine ausübenden Bestimmungen mit den Ihrigen in Eins zusammen
fielen. Ob ich nun aber auch hierin recht verstehe u erfasse
und ob sich unser beider Wirksamkeit wirkl[ich] zu einem
Verhältniß wie: Erkennen u Thun Ausführung, wie Wort u That
das wünschte ich wohl als das Ergebniß einer strengen Prüfung
von Ihrer Seite zu wissen um nun diese auf irgend
eine Weise herbey zu führen nahm erlaubte ich mir zunächst Ihnen
Vorstehendes mitzutheilen, Sie aber auch, wenn meine Sache
Ihre wahrhafte Theilnahme zu nehmen wecken im Stande ist, - einzu-
laden auf irgend eine Weise diese Prüfung herbei zu führen.
Sie werden, hochgeehrter Herr, gewiß mit mir keine Erscheinung
des Lebens erwarten - welche Sie nicht in einer frühen Bedingung und in
einem hohen Lebensgrunde begründet fühlen, so werden [Sie] so frage ich
mich gewiß keinen sogenannten Zufall annehmen; sondern
eben jede Erscheinung u Verhältniß als ein bestimmtes Glied
des großen organischen wie harmonischen Lebensganzen; also
kann es auch kein Zufall seyn, daß zwei Menschen u Männer
vielleicht von verschieden[en] LebensBereichen u Lebensstufen, ganz
gewiß aber auf die verschiedenste Weise in einer gleichen
u für die Leben allgem.[eine] Lebensgestaltung besonders ihres
Volkes gewiß hochwichtige Bildungs[-] u Entwickelungs[-]
zeit zu gleicher Welt- Natur[-] Lebens[-] u somit Menschen[-] Volks Erziehung[s-]
Ansicht gelangt sind, zu gleicher derartigen Ansicht u
doch würden zwar ganz verschiedene aber doch sich innig
ergänzend in Beziehung auf das daraus hervorgehende
Handeln u Lebens Beruf - der eine mehr wieder
nach der Seite der Erkenntnißseite, u seine Überzeugung
überw[iegen]d d[ur]chs Wort die Anerkenntniß des Erfahren[en] Denken[s]
zu verschaffen [suchen], der andere nach der Seite der Aus[-]
führung; der Erziehung u. d. Vorbildung der Erkenntniß u Anerkenntniß
dieser Überzeugungen entgegen.
Hegen Sie nun hierin mit mir gleiche Lebensansicht
wie ich die von Ihnen im Allg. An. d. D. ausgesprochene
theile so bitte ich prüfen Sie die von mir aufgestellten Erz[ie]hungs[-]
Grundsätze, Mittel u Wege u Weise, wie das ange-
deutete Erziehungsziel besonders in Beziehung auf
das gegenwärtige Zeit Bedürfniß die [sc.:des] Geistes
Lebens und Strebens, wünschen Sie deßhalb weiter[e]
Nachweisungen von mir so werde ich Ihnen solche gerne
wie es Ihnen gefällt unter eigen[er] oder fre[m]der
Aufschrift [sc.:Anschrift] zukommen lassen. Woll Könnten u wollten
Sie jedoch selbst kommen u prüfen so würde es mir lieb seyn, wollen Sie prüfen ohne
als Verfasser des Aufsatzes von mir erkannt zu
werden so ist Ihnen dieß lei[ch]t [möglich], was Ihnen leicht ist da
unter der nachstehenden Forderung die zugleich Zweck mich besuchen
leicht [geht]; oder wollen Sie Freunde ersuchen die Prüfung anstelle
Ihrer an Ort u Stelle vorzunehmen. Doch lieber ich gestehe
es würde mir Ihre, wenn auch unerkannte persönl. Prüfung seyn.
Doch bin ich diesen u den nächsten Monat
wegen einer pädagogischen Reise von hier abwesend
u ohne Zweifel in der Nähe von Halle oder auch im
sächsischen Vogtlande, sollte ihr [sc.:Ihr] Wohnort in einer dieser
Gegenden seyn so und würden Sie wünschen persönlich von mir mein
Erziehungs Verfahren rc dargel[e]gt zu sehen, so würde es Ihnen nicht an Mitteln fehlen dieß zu bewirken.
[53R]
[vakat]