Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Friedrich Hofmann in Hildburghausen v. 10.12.1848 (Dresden)


F. an Friedrich Hofmann in Hildburghausen v. 10.12.1848 (Dresden)
(Brieforiginal nicht überliefert, fotogr. Abschr. BN Anh. 30, Bl 1b-2 = 242-243 = 2-3, 1 Bl 8° 1 S., Handschrift Luise F., zit. König II/1985, 60; Zitat mit Anm.-ziffer 128 auf der Grundlage der hiesigen Quelle. Vorlage der fotogr. Abschrift mglw. im BlM-Anhang. Aus den weiteren Abschriften der F.-Briefe an F. Hofmann in BN Anh. 30, von denen die Reinschriften in Landesbibliothek Coburg erhalten sind, kann analog gefolgert werden, daß auch diese nicht authentisch ist, sondern verkürzend / sprachlich vereinfachend.)

[1b = 242 = 2]
            Dresden, 10/12. 48
Mein geliebter hochgeehrter Freund!

Zuförderst Dir und Deiner Dich beglückenden Therese zu
Eurem innigen Lebens- und Seelenbunde meine so <wa[h]ren> als
warmen Glückwünsche. Aber nun auch gleich wie Göthe
sagt ins Leben.
Erstens ist hier eine Dr. Herz, welche für die Kinder der Armen
im Volk lebt und diesen eine Weihnachtsfreude machen möchte. /
[2 = 243 = 3]
Könntest Du uns vielleicht eine kleine Anzahl Deines Christbaums
zu diesem Zwecke baldigst übersenden? Unser aller Deiner
Freunde Dank und Dank der Uebrigen, wie Gottes Lohn in
Deinem ehelichen Glück.
Zweitens. Unsre Luise Levin ist in Rendsburg in Hollstein,
wo es sich mit der Erziehung auch <ander [m]agt> [sc.: ändern mag], sehr volks-
thümlich und ächt deutschsinnig thätig ob sie gleich von einer
adlichen Familie aus zunächst dafür wirken muß. Diese nun
will auch einigen armen Kindern in Rendsburg eine Weihnachts-
freude bereiten, dahin nun auch einige Ex. zu schicken ist
wohl kaum noch möglich? Nun wenigstens eins für sie.
Die theilnehmendsten Grüße in Rottenbach und
dann bald, bald mehr von dem segensreichen Wirken Deines
Freundes hier in Dresden. Hast Du Freunde hier so mache
mich mit denselben zu Gunsten unserer Sache bekannt.
Sei recht thätig die Sache in Hildburghausen
z.B. bei Heine und ganz namentlich in Meiningen wenn
Du kannst zu fördern, dort denkt man im Frühjahr einen
Kindergarten, dann einen Bildungskursus auszuführen - ein
Lehrer Motschmann ist dafür thätig, das wäre schön dann käme
ich Dir wieder näher.
In Wahrheit und Liebe

        Du E FrFr.