Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Gertrud Barop in Keilhau v. <nach> 5.5.1849 (Bad Liebenstein)


F. an Gertrud Barop in Keilhau v. <nach> 5.5.1849 (Bad Liebenstein)
(BN 370, Bl 176, hier: 176V, undat. Briefentwurf 1 Bl 4° 1 S., ed. Hoffmann 1952, 220. - Bl 176R enthält Reinschriftfragment an August Straubel v. 18.4.1849. - Datierung: F. wurde am 5.5.1796 konfirmiert; Gertrud am selben Tag, also Brief nach dem 5.5., da Konfirmation bereits vorbei; auch im Brief an Bertha Müller v. 5.5.1849 verrechnet sich F. in bezug auf den "54." Jahrestag.)

Liebe Pathe Gertrud
Dein lieber en[t]gegnender Brief Deiner geschehehen [sc.: geschehenen] Confirmation
hat mich so wie die darin sich aussprechenden Gesinnungen u Vorsätze
gar sehr gefreut, ich kann Dir darauf nichts besseres
erwiedern als meinen herzl[ichen] Wunsch daß Du einst Deinen
54 [sc.: 53.] Confirmationsjahrestag mit Rückbeziehung auf den ersten
mit eben solchen Freuden mit eben solcher <Freyd[ig]keit> u Geistes[-] u
Lebensfreyheit ja äußern Beglückung wie <eigen> [Hoffmann: innern] wahren [{]Seeligkeit / Beseeligung[}]
feyern mögest wie ich in diesem Jahr mein[en] 54 [sc.: 53.] Confirmationsjahres[tag]
wie denn keiner der früheren uns je ohne die ernsteste u prüfendste wenn [auch]
stille Feyer verflossen ist und wie ich mich dann auch
freue, daß Dein Confirmationstag
mit der Feyer des mein[en] zusamm[en-]
gefallen ist. Kann ich je selbst
zur Erfüllung meines ausgesprochenen
Wunsches etwas beitragen
so werde ich es gewiß gern thun[.]
- Stets in ungetrübter Treue Dein Pathe.

[keine Unterschrift]