Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Richard Krell in <Mengersgereuth> v. 5.8.1849 (Bad Liebenstein)


F. an Richard Krell in <Mengersgereuth> v. 5.8.1849 (Bad Liebenstein)
(BlM XXVII,6,7, Brieforiginal 1 Bl 8° 1 S. - BlM-Katalog liest irrig "3.8.")
(Verhältnis Originalzeile : Transkriptionszeile nicht 1 : 1)

Bad Liebenstein am 5 August 1849

Geschätzter Herr Krell.

Daß Sie auf einige Ihrer freundlichen Zusendungen noch keine Antwort von mir erhalten [haben] hat mehrfachen Grun[d]
erstl. war ich mehrere Wochen krank ja bettlägerig
zweitens hatte ich einige kleine Reisen zu machen
drittens bin ich aufs höchste beschäftigt indem sich nicht nur die Zahl meiner Schülerinnen vermehrt [hat] sondern selbst Curgäste [sich] zu denselben gesellt haben, so z.B. Diesterweg mit zweien seiner erwachsenen Töchter welche tägl[ich] meine Vorträge u Stunden von 9 bis 12 Uhr besuchen u theilen[.]
Demohngeachtet habe ich gleich am nächsten Sonntag nach Empfang Ihres ersten lieben Briefes Ihre Lade an die Bestimmung nach Schweina durch besondern Bothen besorgt und ich konnte mir nicht denken daß es mögl[ich] sey daß Ihr Freund mindestens Bekannter Ihnen Ihre Sachen noch nicht zu gesandt haben [sc.: hat]; Sie können I ihn daher recht ordentlich wie man sagt treten, denn er verdient es er setzt mich u Sie in Verlegenheit; morgen (heut bin ich gefesselt,) hoffe ich ihn selbst zu treten.
Ich muß eiligst schließen, nächstens über Ihre freundl. Sendung stets daher
Ihr
dankbar anerkennender

Fr Fröbel