Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johanna Goldschmidt in Hamburg v. 3.9.1849 (Bad Liebenstein)


F. an Johanna Goldschmidt in Hamburg v. 3.9.1849 (Bad Liebenstein)
(BN Anh. 48, Bl PG 62 - PG 63, Abschrift 1 B 8° 2 S., ed. Müller 1929, 104f. - Das Original war lt. Abschreibernotiz auf einem zweiseitig beschriebenen Oktavbogen mit farbiger Randverzierung geschrieben; es befand sich im Besitz von Pauline Goldschmidt, Hamburg. Lt. der Besitzerin auch Identifizierung der Adressatin.)
(Verhältnis Originalzeile : Transkriptionszeile nicht 1 : 1)

Bad Liebenstein b. Eisenach am 3en Septbr. 1849

Verehrte Frau.

Gestern Nachmittag sind Fr. v. Mahrenholz und Herr Diesterweg überaus befriedigt von ihrer Reise zum Göthefest hierher zurück gekehrt. Durch dieselben erfahre ich nun, daß Sie auf Veranlassung dieser Feyer in Weimar, nicht nur sehr schön gesprochen, sonder[n] über dieselbe auch sehr schön geschrieben haben, was demnächst gedruckt werden soll; vielleicht schon gedruckt ist. Sollten Sie nun, verehrte Frau, was bei gar manchen Blättern Sitte ist /
[PG63]
einige Exemplare der Nr in welcher Ihr Aufsatz abgedruckt ist, zu Ihrer Verfügung erhalten, so würde ich Ihnen ganz besonders dankbar seyn wenn ich durch Ihre Güte 1 Ex. derselben erhalten könnte. Wäre dieß aber nicht möglich, so würde ich mich gar sehr freuen, wenn Sie in Ihrem nächsten lieben Briefe so gütig seyn und mir den Titel des Tagesblattes nennen wollten in welchem der Aufsatz erscheint. Das Interesse meiner an dem Gegenstande verschafft mir gewiß wegen dieser Bitte Ihre g. Nachtsicht [sc.: Nachsicht].
Grüßend
      Fried und Freud.