Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johanna Goldschmidt in Hamburg v. 3.10.1849 (Bad Liebenstein)


F. an Johanna Goldschmidt in Hamburg v. 3.10.1849 (Bad Liebenstein)
(BN Anh. 48, Bl PG 88 - PG 90, Abschriftabschrift 1 B 8° 3 S., ed. Müller 1929, 110. - Das Original war lt. Abschreibernotiz im Besitz von Clara Wallach, Kassel; die vorliegende Abschrift ist selber sekundär und beruht auf einer Abschrift im Besitz von Pauline Goldschmidt, Hamburg. Lt. der Besitzerin der vorrangigen Abschrift auch Identifizierung der Adressatin.)
(Verhältnis Originalzeile : Transkriptionszeile nicht 1 : 1)

Bad Liebenstein am 3. Oktober 1849.


        Geehrteste Frau
und theilnehmende Freundin.

Zuförderst hoffe ich, dass nun sowohl Herrn Diesterwegs als meine Sendungen seines Schriftchens "Die Göthe-Stiftung" bei Ihnen eingetroffen sein wird; vielleicht ist Ihnen durch Ihre förderlichen Bekanntschaften auch schon möglich geworden durch eines der Hamburger Tageblätter für dessen weitere Verbreitung thätig zu sein; es wäre dies ein günstiges Zusammentreffen, indem durch Frau von Mahrenholz veranlasst und aufgefordert ich die Freude habe Ihnen hier unter freundlichster Begrüssung /
[PG 89]
einen Aufsatz von derselben zu übersenden, von welchem sie wünscht, daß er durch eines der Hamburger Tagesblätter zur Kunde des Hamburger und weiteren Publikums käme. Ich bin überzeugt, Sie werden zur Erfüllung des Wunsches der Fr. v. M. was möglich ist thun. Ich habe gehört, aus Ihrer gewandten Feder ist abermals ein so wirksamer Aufsatz geflossen und im Freyschütz veröffentlicht, dass es mir leid thut ihn nicht durch Herrn Beit erhalten zu haben. Mit diesem habe ich freundlichst alles so besprochen, wie ich Ihnen brieflich ausge- /
[PG 90]
sprochen. Es ist Mitternacht darum verzeihen Sie, dass ich schnell schliesse.
Von ganzem Herzen
       Ihr Fr. Fr.