Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Manfred Renner in Bad Liebenstein v. 11.12.1849 (Hamburg)


F. an Manfred Renner in Bad Liebenstein v. 11.12.1849 (Hamburg)
(BN 606, Bl 1, Brieforiginal 1 Bl 8° 2 S.)

Am 11' Decbr 49.
So eben empfange ich Ihren Brief d. d. 8. d. M. 
mit dem Poststempel Liebenstein den 9en[.]
Was er eigentlich als Beantwortung wünscht
muß nun bestimmt in Ihren Händen seyn: d.h.
meine Beistimmung zu Ihrem Arrangement
mit Gadow & Sohn in Meiningen.
Ebenso werden Sie nun einen zweiten Brief
einen Antrag von Niemeyers Buchhandlung hier
und eine Anfrage wegen Meidinger in Frkfr a/m
erhalten haben.
Heut war es bestimmt sollten Sie das ganze Ma-
teriale zur 1n Nr. des Wochenblattes erhalten
jedoch empfangen Sie heut nur ein 3faches
1. ein Schema wie wir uns die Typographische
Anordnung des Ganzen denken.
2. Ob hier nun eine so strenge Eintheilung durch
trennende Überschriften nöthig ist, können Sie vielleicht
am besten bestimmen; wenigstens sind vielleicht
die Hauptüberschriften:  Allgemeiner Theil
Besonderer Theil
Praktischer Theil
wegzulassen, wodurch das Ganze lebendiger, auch
wohl Raum für Besseres erspart wird.
3. Ob Sie nicht auch ein - den Geist jeder Nummer be-
zeichnendes Motto [auf das Titelblatt setzen könnten], wie dieß schon beim Sonntagsblatte
der Fall war, darüber wünschte ich auch Ihre auch
Anderer namentl. Ihrer l. Tante Ansicht.- /
[1R]
4ens empfangen Sie den leitenden oder Haupt
Artikel für die erste Nummer. Ich wünsche
daß er Ihren Beifall hat.
5) Wegen des vorhin erwähnten Motto's
können Sie ja auch die Stimme d[es] He. Dr Martini
hören.
6. Empfangen Sie nach dem Prospectus
"Stimmen aus der Vergan[gen]heit"[.]
Ebenfalls um einstweilen mit dem Satze zu
beginnen und denselben nicht aufzuhalten; ich dachte
für die erste No vielleicht 2 oder 3 Stimmen; die
andern für die folgende Nummer.
7. Die Buchhändler Anzeige am Schluß jeder
No wie beim Sonntagsblatt scheint mir wichtig[.]
8. Bei dem Programm müßte wohl eine
gewöhnliche Unterzei[chn]ungsliste oder vielmehr
[ein] Unterzeichnungsschema angebracht werden
ohngefähr so[:]
Namen der Unterzeichner      Wohnort      Zahl der Exempla[re]
Für heut muß ich schließen morgen mehr.
Hören Sie doch, ob die Fr: Inspectorin das Geld noch vor
Weihnachten nöthig hat; sonst hätte ich es lieber erst mitge[-]
bracht; den 22' Dec denke ich in Eisenach den 23 in Liebenstein
einzutreffen. Friedrich Fröbel