Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Luise Levin in Bad Liebenstein v. 7.3.1850 (Hamburg)


F. an Luise Levin in Bad Liebenstein v. 7.3.1850 (Hamburg)
(BlM XXIV,40, Bl 102, Brieforiginal 1 Bl 8° 1 ½ S. Aus der kurzen Adressierung geht hervor, daß der Brief einem anderen Brief [wohl an Manfred Renner] zur Weitergabe beilag. In BlM und in Briefliste Nr. 1571 wird dieser Brief gemeinsam mit dem abgerissenen Blatt 103 als ein Stück angesehen. Das Blatt 103 ist aber aus inhaltlichen Gründen das Fragment eines Briefs v. 26.2. oder 5.3.1850.)

Hamburg. hohe Bleichen N° 19. Donnerstags an 7' März 1850
Zuförderst Dir meine theure Seele Dank für Deinen
jüngsten vor wenigen Stunden erhaltenen, lieben [Brief]
mit den Beilagen nach Rendsburg. Nach einer sehr freund[-]
lichen Einladung von da durch Rosalien, werde ich über[-]
morgen Abends mit der Eisenbahn von Altona nach
Rendsburg gehen und so der eigene Überbringer Deiner
lieben herzigen Briefe seyn. Ich danke Dir, daß Du sie mir
offen gesandt hast, denn sie zeigten mir wiederholt wel-
chen Schatz [ich] in Deiner Liebe und Einigung besitze.
Da Du nun so gern mir Freude machst so erlaube mir
Dir eine Gelegenheit dazu zu zeigen. Ehe Du nemlich
wieder einen Brief an mich absendest erkundige
Dich doch bei Manfred. 1) wann die nächste Nummer
an mich abgehen wird, und 2) wie weit schon die fol-
gende vorbereitet ist.
Sehr erfreut wäre ich gewesen heut ein paar Worte
von Dir darüber zu lesen denn bedenke, diese N° 
hat wieder mehrere Tage über eine volle Woche ge-
dauert, ehe sie fertig geworden ist und ich solche erhal[-]
ten habe. Ich hatte gewiß jetzt N° 5 u 6 zugleich er-
wartet; auch sagt ein Zettel von Manfred um die Hälf[-]
te
der Sendung geschlagen: - "Sie erhalten anbei N° 6.
allein was eingeschlagen ist, ist N° 5. Aber die Zahl der
Zusendung ist auch ungewöhnl. groß, so daß ich fast glaube
Manfred hat sich vergriffen. Lieb wäre es mir, wäre
es so. Über alles andere erhältst Du in der Kürze
die bestimmteste Antwort von Deinem treugesinnten
FriedrichFröbel /

[102R]
[Nachschrift, quer auf dem Blatt:]
Seit Dienstag Abend ist eine gewisse Frau
Schmieder
, eine Freundin Friedmanns, aus
Dresden auf einige Wochen als meine Schülerin
hier ein getroffen. Vielleicht kommt sie nach M[arien]thal.
Morgen denkt M.B. [sc.: Marius Bendsen] v. hier nach Mhsn [sc.: Mühlhausen] abzureisen
und von da später nach Jena um Medic. z. studiren[.]
[Adressat, gegenüber der Nachschrift auf dem Kopf:]
Frl. L. L.