Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Bertha von Marenholtz-Bülow in Berlin v. 11.3.1850 (Hamburg)


F. an Bertha von Marenholtz-Bülow in Berlin v. 11.3.1850 (Hamburg)
(SBB, jetzt UB Kraków, Brieforiginal/Fragment 1 Bl 8° ½ + ½ S., untere Häfte abgeschnitten.)

Hamburg, Hohe Bleichen No 19. Am 11 März 1850.
Wie so gern hätte ich theure Frau den Wunsch meines Her[-]
zens erfüllt und wäre Ihrer gütigen Einladung verflossenen
Sonntag in Berlin zu verleben nachgekommen; allein es war unmög[-]
lich; durch ein unglückliches Zusammentreffen von Umständen haben die
Verhältnisse hier etwas Gespanntes, auch wägt man, wie man mir
heraus fühlen läßt, das äußere Empfangen so gegen das äußer[e] Ge[-]
ben ab, so daß ich es wenigstens nicht an dem äußern Geben man[-]
geln lassen will, indem das Aufnehmen des Innern ja außer
meiner Macht ist. Nun sehen Sie, so ist einmal die Ordnung fest[-]
gesetzt daß ich Sonnabends von 1-3 Vortrag habe, also ist
es unmögl[ich] Sonnabends bis Berlin zu kommen. Montags Vormit-
tags erwartet mich schon wieder der Cursus, was auszuführen
unmöglich, darum - Verzichtleistung. Nun aber ist es den-
noch höchst wichtig daß eine mündliche sich gegenseitig bald
[Text bricht ab] /
[1R]
bends, ganz unerwartet nach Beendigung meines öffentlichen
Vortrags an welchem sie gastlich theilgenommen hatte, vor[-]
gestellt wurde.
Auf eine solche Grundlage nun wie der früher ge[-]
hörte Brief sie gab und ihre, im gleichen Geiste frei-
machende Gespräche mußten sehr bald ein wahres geistiges
Einverständniß eintreten, welches jedoch noch eine Mehr-
heit von Briefen, d.h. deren sie und ihr Streben, ihre Kraft
und ihre Ausdauer zeichnende Inhalt derselben, unter-
stützten.
Genug das Endergebniß des Ganzen war - was auch Brie-
fe bestimmt aussprachen - die Mittheilung ihres, als Zweck
und Beruf erkannten Strebens: sich mit allem was sie
will und kann, hat und weiß der vollständigen Dar-
lebung der KindergartenIdee, dem auch in seiner Wahr[-]
[heit] [Text bricht ab]