Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Luise Hertlein in Hamburg v. 25.7.1850 (Marienthal)


F. an Luise Hertlein in Hamburg v. 25.7.1850 (Marienthal)
(BlM XXVII,1,3, Brieforiginal 1 B 8° 1 S.+Adresse. - Briefliste Nr.1568 liest irrig "25.2.")

Marienthal ohnweit Bad Liebenstein b. Eisenach am 25 Jul 50.


Liebe, geschätzte Luise.

Ob ich gleich nach Ihrem, durch Frau Lange aus Hamburg
in Begleitung Ihrer Zeichenhefte, gestern empfangenen
l. Brief mich für überzeugt halten muß, daß Sie auf
meine jüngste Anfrage betreffend eine Wirksamkeit
im Herzen von Deutschland nicht eingehen werden, so beeile
ich mich dennoch: damit Sie nicht Schritte thun, welche uns
beiderseits unangenehm wären, Ihnen anzuzeigen,
daß ich so eben benachrichtigt werde, daß die
Stelle einer Kindergärtnerin an dem Kinder[-]
garten des Frauenvereines durch Fräulein
Emma Bothmann in Schweinfurt besetzt ist u.
daß an die Stelle dieser, deren Schwester
Henriette Bothmann, jetzt meine Schülerin, nach
Beendigung des Cursus eintreten wird.
Wie ich früher schrieb, so hätte ich Sie gerne in Nürnberg
wirkend gesehen; doch ist es so vielleicht dennoch besser.
Ich muß eiligst schließen, sagen Sie den Geschwistern Kalisch
meinen dankenden Gruß für das empfangene schöne Geschenk
in der Kürze hoffe ich beiden lieben Geberinnen selbst meinen
Dank zu schreiben.
Grüßen Sie, wem mein Gruß Freude macht. In
den Ihnen bekannten Gesinnungen bleibend
Ihr
FrdFriedrichFröbel. /
[1R/2V]
[leer] /
[2R]
[Adresse:]
Fräulein Luise Hertlein
Kindergärtnerin im Institut
Lütkens
Hamburg
St. Georg hinterm Strohhaus
No 64.