Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Fürstl Justizamt in Rudolstadt v. <vor> 9.4.1851 (Marienthal)


F. an Fürstl Justizamt in Rudolstadt v. <vor> 9.4.1851 (Marienthal)
(BN 729, Bl 12 , hier: 12V, undat. Briefentwurf 8° 1 S., auf Briefumschlag geschrieben. Datierung: Das im Inhalt angesprochene „Heimatrecht in Keilhau“ hat F. für Luise Levin im Kontext seiner Eheschließung mit L. Ende Mai /2. Pfingstfesttag 1851 beantragt. Der Antrag ist aber aufgrund des erhaltenen Hamburger Heimatrecht überflüssig geworden, sodaß F. den Vorladungstermin „9.d.M.“[4.] absagt. Das Bürgerrecht für F. und Luise in Marienthal wird ihm Anfang April durch das Bürgermeisteramt Schweina bestätigt, s. F. an Bürgermeister Eckardt v. 10.4.1851. Der Brief ist mit Sicherheit nicht im Mai, sondern im April 1851 oder früher abgefasst worden.)

In Rückbeziehung auf
die durch commissarisch Amts[-]
fürstl Consistorii auf den d[urc]h
dieses an mich ergangene <Vorladung>
von Fürstl Justizamt zu Rudolst[adt]
auf den 9en d. M. betreffend mein früher bei
fürstl Consistorii eingesandtes angebrachtes
Gesuch um das Erlaubniß der Verhey-
rathung
anerkennend erkläre ich, daß da mir das früher jüngst
früher empfangenes Hamburgerrecht und zugleich
auch im Fall einer zur Verheirathung mir zugl auch
das Heimathsrecht für meine
zweite Gattin zu sichert, so nehme ich
mein Gesuch um das Heimathsrecht in Keilhau
für dieselbe hiermit zurück, und so glaube ich daß
mein persönliche[s] Erscheinen auf den gedachten 9. d. M. vor fürstl.
Amte hierdurch erledigt
ist. Mich achtungsvoll unter[-]
zeichnend [Unterschrift fehlt]