Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Julie Traberth in Eisenach v. 6.7.1851 (Marienthal)


F. an Julie Traberth in Eisenach v. 6.7.1851 (Marienthal)
(BlM XXI,2, Bl 30, dat. Brieforiginal 1 Bl 8° 1 S., nennt nur Vorname des Adressaten. BlM-Katalog vermutet „Julie (Traberth?)“, Briefliste nennt „Julie (Trabert)“. Doch handelt es sich zweifellos um Julie Traberth in Eisenach, da sich unter F.s Schülerinnen keine weitere mit Vornamen Julie befindet.

Marienthal am 6 Juli 1851.


Werthgeschätzte, liebe Julie

Sie wollen so gütig seyn und unter Ihren Freun-
dinnen und unter Freunden der Kindergärten
Ihres Kreises wieder einige Loose wie im vorigen
Jahre unterzubringen und erlauben mir Ihnen
zu diesem Zweck ein Duzzend zu übersenden;
Sie empfangen solche in der Anlage[.]
Sollten Sie wider Vermuthen einige derselben
nicht unterbringen, so erbitte ich mir solche mit
Schluß dieses Monats zurück; indem die Verloo-
sung in den ersten Tagen des Monats August statt[-]
finden soll. Wollen Sie oder Ihre Lieben uns
noch besonders mit einigen Arbeiten zu Verlosungs[-]
gaben oder Freundin[n]en mit irgend weiblichen
Arbeiten oder sonst Gaben zu gleichem Zweck be-
schenken, so erbitten wir uns sämtlich bis und
mit Schluß dieses Monats zu überschicken.
Von den Fürstlichkeiten haben wir einige schöne
Gaben, im Ganzen aber eine recht hübsche Anzahl;
so hoffen und wünschen wir halbsoviel Gewinne
zu erhalten als Loose sind, der Loose sind 600.
Wenn wir so glücklich sind diese 600 Loose unter
zu bringen so hoffe ich daß wir im künftigen Jahre
unsern Kindergarten schon zu einiger Musterhaftig[-]
keit erhoben haben, dieß soll hoffentlich für alle Kin-
dergärten Gewinn bringen. Die rege Fr: Herzogin
hat die Prodection [sc.: Protektion] des Liebensteiner Musterkindergar[-]
tens angenommen. Er sieht auch jetzt schon wohl freundlich
aus.-
Für Ihre freundliche Antwort He. J. betreffend, dan[-]
ke ich besonders. Frl. Therese Holzmüller ist mit noch
2 anderen Schülerinnen in diesen Tagen eingetreten.
Luise und ich grüßen Sie und Ihre werthe Mutter
mit besonderer Liebe u ich als Ihr aufrichtiger Freund
FriedrichFröbel.