Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 3.1.1852 (Marienthal)


F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 3.1.1852 (Marienthal)
(KN 57,16, Brieforiginal 1 Bl 8° 1 S.)

Marienthal am 3 Januar 1852.


Lieber Barop.

Die Nachricht von dem Tode Ferdinands hat mich fast ver-
steinert. Denn lag die Möglichkeit einer Familiennachricht
meiner Ahnung fern, so war es gewiß diese, da ich Ferd.
für eine kräftige Kern gesunde Natur gehalten habe. So
viel ist aber gewiß, daß mir ein eigenthümliches Schicksal
zur Seite st geht.
Sobald Dir nun irgend etwas Näheres wegen Friederikens
Lebensplänen bekannt wird, so bitte ich Dich mir es doch ja bald
entweder unmittelbar oder durch Middendorff mittheilen zu
lassen. Würden Eure Briefe der Theilnahme noch nicht abgegan-
gen seyn, so würde ich gebeten haben meine tief empfundende
Theilnahme der Eurigen zu einigen.
Danken wollen wir Gott, daß mir Dein Brief Euer aller
Gesundheit am Schluß des alten Jahres melden konnte; möge
sie Euch Gott auch im neuen erhalten. Auch ich habe in mei-
nem kleinen Kreise das neue Jahr in ungetrübter Gesund-
heit gleich allen Gliedern desselben angetreten.
Wie ich höre geht die liebe Großmutter mit kommenden
Frühjahr einer neuen Freude und Hoffnung entgegen,
möge der Himmel ihr dieselbe zur neuen Lebensstärkung
in aller Vollkommenheit erfüllen.
Und so Euch allen von mir und Luisen der Schmerzens-
und Lebenstheilnahme herzinnigen Gruß, und Dir
noch besonders Dank für die übersandten Rth. 75.-
Für die interessante Weihnachtsgabe meinen besonderen Dank.
  Dein Oheim

FriedrichFröbel