Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an <Julius/Karl> Fröbel in <?> v. <?> (Keilhau)


F. an <Julius/Karl> Fröbel in <?> v. <?> (Keilhau)
(BN 438, Bl 14 , 1 Bl 8° 1 S. undatierter Briefentwurf, vor 1831 oder nach 1844)

[14]
L. N[effe].
Deine freundlichen Zeilen von 9 u 11en nebst der angenehmen
Deinen Fleiß im Studium der Wissenschaft
wie Dein Eifer in der Beachtung des Lebens bezweisende
danke[n]de Beigabe habe ich am 14n empfangen und
ich danke Dir dafür. Die Kunde deiner Rückkehr
ins Vaterland war mir besonders während meiner Reise schon mehr[-]
fach schon gekommen, und ich freue mich der sich da-
ran anknüpfenden Hoffnung daß Du auch uns
wieder einmal besuchen besonders uns auch Dein[e]
l[iebe]. Frau zuführen willst nur wünschte ich daß
diese Erfüllung dieser Hoffnung sich an einen andern
Grund Ur bekommen möge als den von Dir
angedeute[t]en. Was Du über die verschieden[en]
Lebensrichtungen schreibst habe ich von jeher aner-
kannt darum auch stehe ich fest und ruhig mei[ne]m
Ziel die hohen LebensAhnungen in die der Menschenbrust in seiner
Brust <sehe> findet ebenso auch auf dem stillen Wege
so früher als wesengetreuer, aber durch[-]
greifender u allgemeiner Erziehung zur Wirk-
lichkeit zu bringen und ich habe die Freudigkeit
daß immer mehr die denken[d]sten u lebenser-
fahrensten Menschen mir darin beystimmen.
*
Deine freundl. Zeilen von 9 d. M. nebst der nicht
weniger freundlichen Beigabe habe ich am 14. empfangen und
ich danke Dir dafür. Daß ich mich von der Be-
deutung der Schrift daselbst in <dieser kurzen Zeit> noch nicht unterrichten kann
wirst Du einsehen; Doch freue ich [mich,] zeugte mir ein
Blick in dieselbe von dem Eifer deines Studium
in Wissenschaft u Leben
Kei[lhau]         K[eilhau]. den