Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 28. März 1904 (Charlottenburg)


Charlottenburg 2, Kantstr. 140, den 28.III.04.
Hochgeehrtes gnädiges Fräulein!
Ich möchte nicht unbescheiden erscheinen; aber ich kann die Ungeduld, etwas über Ihr Befinden zu erfahren, nicht bemeistern. Hoffentlich ist die Heilung glücklich verlaufen, so daß sich Ihr Schweigen aus dem festlichen Anlaß der Einsegnung erklärt.
Aber bitte sagen Sie mir nur mit 2 Worten, daß es Ihnen gut geht. Indem ich Ihnen im Kreise der Ihrigen ein schönes Osterfest wünsche, grüße ich Sie herzlich.
Ihr Eduard Spranger.
<li. Rand> Auch Ihrem Bruder bitte herzliche Grüße.

<Kleine Karte:>
Aus echter Wissenschaft
Fließt frische Lebenskraft;
Doch bleibt des Lebens Kern
dem Wissen ewig fern!