Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 5. Juli 1904 (Charlottenburg)


Charlottenburg, 5.7.04
Über das Verhältnis zum Vater: Wir beide verdanken es dem glücklichen Geschenk der Nerven, daß wir weder miteinander noch ohne einander auskommen können, wie es Wieland und Jacobi ging. Von seinem Befinden hängt alles ab. Denn nach dem üblichen Konflikt und Eclat bewilligt er alles. Das Bewußtsein, daß ich durch nichts was und wie hervorragend es etwa auch sei, für ihn etwas tun kann, ist das Schwerste, was ich mit mir herumtrage.