Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 4. September 1904


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4. September 1904
Wer mich versteht, wird mein - mein Eigentum auf immer. Und so arm ist die Natur nicht, solche Freude mehrfach zu gewähren, u. so weben wir gesellige Fäden, die unser besonderes Eigentum sind, ein neues Netz von Beziehungen,
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| u. da Gedanken, die immer wieder gedacht werden, schließlich Gestalt gewinnen, so werden wir nach u. nach in einer eignen, selbst erschaffenen Welt wurzeln, u. nicht länger Pilger u. Fremdlinge in einer Welt des Althergebrachten sein.
(Emerson, Freundschaft).