Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 18. Mai 1907 (Charlottenburg), Postkarte


<Poststempel: 18.05.1907>
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Liebes Fräulein Hadlich! Weshalb ich Ihnen gerade aus Heringsdorf meine Pfingstgrüße sende, wird Ihnen erst in 8 - 14 Tagen klar werden. Also bis dahin beißen Sie bitte in den sauren - Hering. Wo ist die Sonne geblieben, was für Pfingstferien! Da ist es weder etwas mit der Arbeit noch mit Ausflügen. Aber in Ernstt(h)al ist es ja wohl sehr warm. Herzlichen Dank für die Karte; mögen Sie schöne Tage mit Ihrem Frl. Schwester, der ich mich zu empfehlen bitte, verleben. Stifts- , Kümmelbacher, Neckarsteinach, Dilsberg, - ich könnte den Eisenbahnfiskus morden,
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| <Kopf> daß er das alles noch verteuert hat, statt Pfingstretourkarten zu 20 M aus<re. Rand>zugeben. Dann würde ich gewiß nicht, wie jetzt, m.<Fuß> Existenz zwischen Treptow, Pankow, Friedrichshagen etc. zu teilen. - Was machen die kleinen Künstler? Sind sie wieder gesund? Viele Grüße an Frl. Knaps.
<li. Rand>
Wir alle wünschen ein sonniges Pfingsten!
Ihr "sehr ergebener" Eduard Spranger.
[li. Rand,S.2] <Zeichnung: Fisch mit Buchstaben "D.L.Z.">