Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 17. Juli 1907 (Churwalden), Postkarte


17.VII.
L.F.H! Ihren Brief in der Hand, "Die Himmel rühmen d. Ewigen Ehre" summend, sprang ich die Treppe hinauf, - sehr vergnügt. Bitte, seien Sie nicht besorgt! Seitdem die Sonne scheint, gefällt es mir hier ausgezeichnet, u. etwas Stumpfsinn gehört doch zur Sache! Wenn die Post mir außerdem öfter so etwas Schönes bringt, kann ich ja garnicht Not leiden. Nur betrübt es mich, daß Sie noch immer leidend sind; merkwürdig, daß wir auch im Physischen Verwandtes erfahren! Recht gute Besserung! In Parpan war ich am 1. Tage. Ebenso zu Fuß in Chur etc. Halb Berlin ist leider hier. U. a. 2 alte Lehrer u. d. Inspekteur m. Religionsstunden. Ordentliches <Vorderseite, Fuß> Aufsichtssystem, nicht wahr? Wenn Sie noch mehr Marken schicken, schreibe ich öfter, sonst nicht. Für den nächsten Brief reicht's noch. Bin sehr faul. Bald <Vorderseite, Kopf> mehr!Herzlichste Grüße u. Dank Ihr Eduard Spranger, Hinterwäldler zur Chur.