Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 24. Juli 1907 (Churwalden), Postkarte


24.VII.07.
Liebes Fräulein Hadlich! Diese Karte sollte eigentlich ein Brief werden. Ich habe aber eben schon 4 Stunden zur Beanwortung der heute morgen eingegangenen geschäftlichen Post schreiben müssen, u. gleich läutet die unbarmherzige Glocke. Da will ich Ihnen nur noch den Empfang des J. J. von Herrn Dr. M. bestätigen und zugleich den herzlichsten Dank für die so orts- u. zeitgemäße Geschichte sagen, die ich gestern feurig anfing, heute aber infolge eines sehr liebenswürdigen Briefes v. Eucken u. eines andern v. d. Redaktion einer neuen Zeitschrift, die ich ev. zu m. päd. Organ machen kann u. daher warm schmieden muß - - liegen lassen mußte. Hier heute seit 9 Tagen ein wenig Regen. Neulich Stätzerhorn erstiegen; war in Passug (+!), Lenz, Brienz, bin so ziemlich rum. Statt Vierwald wohl Walensee. Au revoir en quatorze jours! Très impatient! Bonne santé!
Votre très reconnaissant E.S.