Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 28. Juli 1907 (Churwalden), Postkarte


28.7.07. Abends. L.F.H. Unter den Zimmern, die ich gesehen habe, hat mir am meisten ein Eckzimmer (Nr. 10) im 2. Stock zugesagt. (7,50) Das eine Fenster Richtung Post, Lenzerhorn, das andere Landstraße, Stätzerhorn. Luft rein. An Möbeln ist, soweit ich sah, alles vorhanden: Schrank, Chaiselongue, 1 Sessel. Geräumig, allerdings nach Art der Eckzimmer. Eindruck sehr günstig. Die anderen nach m. Geschmack nicht so, ausgenommen das genau daruntergelegene Zimmer 1, das jedoch nicht sicher frei. Die übrigen im 1. Stock weniger gut. Heute noch große Wahl. Wenn Sie wünschen u. Tag der Ankunft bestimmen, bestelle ich Nr. 10. - Bis Freitag früh längstens hier. Lebe nur noch durch die Nase. 3 Berliner heute fort. - Ich muß mir Geld nachschicken lassen; darf m. Vater ev. an Sie adresssieren. Fühle mich hier sehr im Ausland. O du herrlicher Schwarzwald und du schönes Neckarland. Aber die Nase! Nase!
In Eile herzliche Grüße an Sie u. Frl. Knaps
Ihr E.S.