Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 01. August 1907 (Heidelberg), Postkarte


<Poststempel: 01.08.1907>
L. H. Spr. Die gewünschte Adresse ist: Dr. R. Prof. a. d. O. R. Neuenheim, Mönchhofstr. 8. Ich erwarte Sie also am Dienstag etwa um 6 Uhr Nachmittags u. habe ein hübsches Programm gemacht. Hoffentlich können wir es ausführen. Freuen Sie sich auch darauf? Ich habe nur immer Angst, daß ich die Halsentzündung doch auch noch kriegen könnte; sonst denke ich "soll uns nichts stören." Gestern u. heut war eine Cousine bei mir, die in Karlsruhe ihr Abitur gemacht hat. Die Schulferien haben gestern hier begonnen. Aber die Universität ist wohl noch nicht so weit. Lassen Sie sich nur nicht für den Mittwoch von Tr. oder R. abspenstig machen, das wäre mir sehr betrüblich. - Daß Sie auch nach Obstalden gehen! Da möchte ich nicht wieder hin. - Soeben kommt eine Karte mit der Handschrift Ihres Vaters für Sie. Die muß aber lange warten! Noch 5 Tage, denn nachzuschicken wäre doch wohl riskiert. Ich denke, es wird nur ein Gruß sein, es ist eine Ansicht drauf. Gute Reise, gutes Wetter, gute Stimmung wünscht mit herzlichen Grüßen u. einem frohen "Auf Wiedersehen"
Ihre Käthe Hadlich.