Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 12. Januar 1908, Briefkarte


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12.I.08.
Liebe Freundin!
Anbei folgt die angekündigte Sendung, von der ich die Briefe, die Recension aus dem "Archiv f. d. gesamte Psychologie" und Kügelgens "Totentanz" gelegentlich zurück erbitte. - Mit Hermann werde ich nun leider doch nicht zusammentreffen können, da er am 13. I. hier durchkommt, einem Tage, der - wie Sie sich aus Potsdam 1906 erinnern - der Geburtstag meines Onkels ist. Da er ihn trotz seinen Augenleidens feiern will,
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| kann ich unmöglich fehlen.
Leider heute nur dies wenige. Im beginnenden Quartal liegt die Arbeit so, daß es garnicht darauf ankommt, etwas zu leisten, sondern nur durchzukommen. "Mir ist so, als wenn ich - mir war so , als hätte ich -" ; Hoffentlich ist Ihnen besser. Den Rest von freier Zeit brauche ich zum Absagen von Einladungen. Hoffentlich höre ich bald Gutes aus Heidelberg. Bitte grüßen sie Frl. Knaps - Die Briefe von Klara Runge werden Ihnen Freude machen wie mir. Herzlichste Grüße von uns allen stets Ihr Eduard Spranger.