Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 3. Mai 1908 (Rudolstadt, Postkarte)


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<Poststempel: 3.5.08>
Liebe Freundin! Nachdem ich in Jena noch einen kl. Spaziergang mit Eucken gemacht und mit Nohl eine Art Frieden geschlossen habe, bin ich nach Rudolstadt gefahren. Es war ein schwüler, schwermütiger Frühlingstag; 2 Stunden einsame Wanderung auf schwer findbaren Wegen über die Berge. Aber was für ein Park! Wie eine versunkene, verzauberte Welt. Ich hätte gewünscht, daß ein Zaubermantel uns dort vereint hätte. - Morgen Mittag geht es zurück. Herzl. Gruß Ihr E.S.
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[Fuß] Diese Karte war die einzige, die es gab, und [Kopf] sie ist zugleich einzig schlecht. Aber Sie sehen das Schloß, leider von [li. Rand] der häßlichsten Seite.