Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 19. Oktober 1908 (Charlottenburg, Postkarte)


19.10.08.
Liebe Freundin!
Ich möchte Sie doch nicht ganz ohne Nachricht lassen, obwohl ich tatsächlich jetzt kaum noch leserlich schreiben kann. Ihre schönen Blumen haben uns alle sehr erfreut. Jetzt ist der Herbst vorbei u. fast Winterkälte, aber noch sonnig. - Der Stand der Sache ist folgender: der Satz u. die 1. Korrektur ist so gut wie ganz fertig. Es bleibt für diese Woche noch die ganze 2. Korrektur u. als ein böses Stück das Register. Zu schreiben ist Gott sei Dank keine Zeile mehr, nachdem ich eben d. Schlußwort abgesandt habe. - Der Rousseau ist fertig; da ich aber bisher nur die gehefteten (geschmacklosen) Exemplare habe, kann ich ihn Ihnen noch nicht senden. - Ich bin sehr kaput. Hoffentlich geht es Ihnen u. Frl. Knaps gut. Die Partie nach dem Weißen Stein habe ich im Geiste mitgemacht. Bitte lassen Sie bald von sich hören. Herzliche Grüße Ihr Einsiedler