Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, (November?) 1908


Diese Rückseite benutze ich zu einem herzlichen Gruß an Frl. Knaps, der es hoffentlich gut geht, wie Ihnen selbst auch. Es besteht jetzt Aussicht, daß ich auch einmal wieder eigne Lebenszeichen von mir gebe, so z. B. nach Greifswald. Schreiben Sie mir doch auch über das Befinden der Tante Therese. - Nach Schönhausen habe ich mich doch nicht mehr getraut. Aber heute war ich am Hügel vor dem Prenzlauer Tor. Es war noch ein so sonniger, halb sommerlicher Tag, wie wir jetzt fast 6 Wochen hintereinander gehabt haben. Nur dadurch ist mir die Vollendung m. Arbeit möglich geworden. Ich war viel und mit Genuß draußen, und fühle mich auch jetzt ganz passabel.
Wenn Sie für Humboldt und Rousseau Reklame machen, so will ich sehen, daß ich Ihnen von den Verlegern Prozente erwirken kann! Aber im Ernst: Tun Sie etwas für einen unbekannten Literaten und zwei artleidende Impresarios.
Nochmals herzl. Gruß!!