Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 19. Dezember 1908 (Heidleberg, Postkarte)


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<Poststempel: 19.12.08>
Nur einen Gruß, mein lieber Freund, denn zu mehr ist nicht Zeit. Es ist schon spät u. ich bin so müde. Aber morgen früh um 9 fahre ich schon wieder nach Mannheim, u. am Montag früh ab nach Cassel. Vorher werde ich wohl kaum noch von Ihnen hören. Von Samstag bis Dienstag war ich in Frankfurt, wo es immer besonders hübsch ist. Heut war ich in Wiesloch bei E. Schwalbe, - wie immer. Meine kleinen Schülerinnen sind stolz mit selbstgemalten Geschenken abgezogen, die kl. Russinnen hatten noch ein sehr nettes Nachspiel. Die jüngere ist mein ganzes Entzücken, ich hoffe, sie kommt noch einmal für ein paar Monate her. Ich muß Ihnen von diesen seltsamen Verhältnissen u. dem bezaubernden Kind noch erzählen. Jetzt heißts nun mit Dampf fertig werden zur Abreise. Haben Sie nicht einen Weihnachtswunsch? Vor allem Gesundheit für Sie alle!
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Das möchte ich auch an Ae. schenken können, u. in C. wirds auch von Nöten sein. Was haben Sie denn soviel zu tun? Ich bin so neugierig, kann mirs garnicht denken. Ist wohl die Distanz nach Berlin immer noch die gleiche? Mir kommts so weit vor. Recht herzliche Grüße für Ihre l. Eltern u. Sie von Ihrer K.H.