Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 13. Mai 1909 (Berlin, Postkarte)


Liebe Freundin! Meinen gestrigen Brief werden Sie erhalten haben. Leider muß ich Ihnen weiter ungünstige Nachrichten geben: K. geht es sehr schlecht: es ist Brustfellentzündung hinzugekommen, Temperatur 39,5. Kein vernünftiger Mensch im ganzen Hause wagt ernstlich zu hoffen, und doch möchte keiner das Furchtbare glauben. Es wäre sehr hart, auch für mich, da wir uns eben erst gefunden hatten und einander sehr nahe gerückt waren. Puls 126! Was kann ein solches Herz aushalten?? Ich gebe Ihnen weiter Nachricht, sobald Veränderung eintritt. -
Gestern habe ich eingereicht. Aber wozu das alles, wenn die besten Freunde fortgehen? Herzliche Grüße Ihr E.
13.V.09.