Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 14. Juni 1909 (Charlottenburg, Postkarte)


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<Poststempel: 14.6.09>
Liebe Freundin! Für die allerhöchst erteilte freundschaftliche Nase (es waren eigentlich mehrere) mit Beilage herzlichsten Dank! Ich schicke Ihnen lieber ein ganzes Gesicht, da ich die immer etwas "verschnupften" Nasen nicht liebe. - Scholz kann das unmöglich gewesen sein. M. W. ist er hier. Morgen ziehe ich darüber nähere Erkundigungen ein. Bisher wußte ich wirklich nichts, da der Sohn im Examen steht u. ich ihn nicht sehe.- Wie kann das Ernst sein mit dem Herm. Hof, da ich selbst des Abends
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| ohne Urlaub nicht fort kann? - N., der eigentlich mit unterschreiben sollte, aber eben in Tegel schießt, bleibt mir bis zum 30. VI. Auch hier keine rechte Sonnenwärme. Dafür ärgerliche zeitraubende Verpfichtungen. Werdandi fand den Aufs. zu lang als Artikel, zu kurz als Buch. Mir scheinen dahinter finanz. Schwierigkeiten! Das übrige folgt im <Kopf> Brief. Bis dahin bitte um Verschwinden der Ungnade. Ich bleibe doch stets mit herzlichen Grüßen Ihr Reumütiger.

<Gedruckt: WAS GLÄNZT IST FÜR DEN AUGENBLICK GEBOREN. DAS ECHTE BLEIBT DER NACHWELT UNVERLOREN. W. V.GOETHE>
Zur Erinnerung an den 10. - 19.VI.08.