Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 27. März 1910 (Charlottenburg 2, Kantstr.140)


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Charlottenburg 2, Kantstr. 140. Den 27.III.10.
Liebe Freundin!
Es ist mir ein seltsames Gefühl, Sie so nahe zu wissen, ohne Sie zu sehen. Jedenfalls muß ich Ihnen herzliche Ostergrüße senden. Hoffentlich ist der erste Tag in Berlin froh und festlich verlaufen! Auch mein Vater läßt herzlich grüßen.
Anbei schicke ich die Billets; wenn die Frau Geheimrat mir die Ehre erweisen will, davon Gebrauch zu machen, so würde ich mich sehr freuen. Haben Sie die Güte, mich zu empfehlen. Bei meinem Besuch werde ich Sie ja leider nicht sehen. Ich hoffe nur, daß die Rücken
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|neuralgien, die mir diesmal als Osterei beschert sind, nicht schlimmer werden. Sonst muß ich die Visite leider verschieben.
Herzlichste Grüße und viele innige Wünsche! Auf Wiedersehen am Dienstag!
Ihr Bruder.