Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 28. Oktober 1910 (Berlin)


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28.X.10.
Liebe Freundin!
Man soll seine angefangenen Briefe auch abschicken. Ihre lieben Zeilen mahnen mich daran. Innigsten Dank! Schuld ist die große Aufregung vor Beginn der Vorlesungen. Ich bin ganz zermalmt u. muß (leider) noch zum Geburtstag von Georg Bock. Der Anfang war sonst gut. 80 Leute, ansehnlich genug für ein Publicum, das zur denkbar ungünstigsten Zeit liegt. Ich sprach ganz frei. Habe aber die Vorlesung ausgearbeitet u. kommuniciere sie Ihnen später. Verzeihen Sie mir, wenn ich heute nicht mehr
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| schreibe. Sie sollen doch endlich Dank und Nachricht haben. Ich muß aber in 10 Minuten fort. Ihre Fragen beantworte ich nächstens u. berichte eingehender. An Bord alles wohl, bis auf die nervöse Erregung.
Viel innige Grüße im Sinne von Ilmenau
Eduard.