Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 11. März 1911 (Berlin, Postkarte)


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<Poststempel:> Berlin, 11.3.11
Liebe Freundin! Meinen herzlichsten Dank für die schöne Überraschung, auch an Frl. Knaps! Ich bin plötzlich so reich an Proviant, daß ich mir nur bessere Zähne wünschte. Auch für Ihre l. Zeilen herzlichen Dank. Mein Brief wird am selben Tage angekommen sein. Heute nur diesen kurzen Nachtrag. Es geht mir recht passabel, da die Hast doch einmal nur halb so groß ist u. ich einen kl. Überschuß an Kraft u. Denklust behalte. Natürlich ist immer noch viel zu tun. Gestern sehr Merkwürdiges erlebt. Hoffentlich mündlich. Die Karten erweckten schöne Erinnerungen u. Sehnsucht nach mehr. Hat Herm. Ihnen s. Recension über mich geschickt? Sie sind ein Freund v. Karten: Ich
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| garnicht, denn sie enthalten keine halbe u. keine ganze Nachricht. Feder u. Radau auf dem Postamt machen mich rasend. - Der verehrten Tante gedenke ich dankbar beim Kuchen. Heute herrlicher Frühlingstag. Abend bei Riehls. Nächste Woche Reichtstag. Habe 20 Karten! Nochmals Dank u. innige Grüße Ihr Ed.