Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 22. März 1911 (Charlottenburg, Postkarte)


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<Poststempel:> Charlottenburg, 22.3.11
L. Freundin! Gestern konnte ich leider nicht antworten, da ich den ganzen Tag fort war. Also innigsten Dank! Wann Sie kommen, müssen Sie ganz nach der Zweckmäßigkeit Ihrer Reise einrichten. Kommen Sie gegen 2 [über der Zeile] bis 3, so bin ich am Bahnhof, denn vor 5 beginnt die Festivität nicht; kommen Sie 10.37 von Jena, Anhalter
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| Bahnhof
(!), so bin ich ebenfalls dort, denn ich brauche nicht bis zum Schluß zu bleiben. Also hierüber bitte nur Nachricht. Am Mittwoch 9–10 ist Schule, wie Sie richtig kalkulieren. Am 9.IV. ist das Amtsjubiläum v. Scholz, der übrigens als Generalsuperindendant in Frage kommt. Mehr als innere Teilnahme daran steht nicht zu erwarten.
Gestern die Fahrt über Spandau, Heiligensee, Frohnau nach Hermsdorf war bei herrlichem Frühlingswetter sehr schön. Besonders eine Rast im Walde auf 4 quadratisch liegenden Baumstämmen wird mir in lieber Erinnerung bleiben. Heute liegt's natürlich in allen Knochen. Aber es heißt nun arbeiten, denn ich habe halbe Ferien gehabt, deren günstige Wirkung ich sehr spüre. Da wir morgen über 8 Tage ziehen, so wird es nur noch zu Karten kommen.
Viele <li. Rand> herzliche Grüße in froher Erwartung froher Tage Ihr Ed.