Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 30. Oktober 1911 (Leipzig, Ansichtskarte)


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<Poststempel:> Leipzig, 30.10.11
L. Fr! Soeben habe ich den 1. mündlichen Kandidaten in ¾ Std. absolviert, wofür der Kandidat den Dr. und ich 15 M bekommen habe. cand. hatte leeren Kopf (Er war ein ganz trostloser Kerl u. man konnte ihn nirgends anfassen, er war überall geleimt), ich leeren Magen; deshalb schreibe ich vom Siechen. – Der Diltheynachruf hat in der Welt förmlich Furore erregt. (mir 75 M gebracht) – Bei Trendelenburg kühle Aufnahme, die andren Med. habe ich nicht gesehen. Morgen Rektoratsübergabe u. Rektorfraß. Mittwoch Eröffnung des Seminars. Antwort demnächst. Viele herzl. Grüße Ihr Eduard.
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[Kopf] Der Besuch in d. Vorlesung ist garnicht übertrieben. Habe jetzt 80 Besuche. Gottlob bald zu Ende. Hat mich sehr angegriffen.