Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 10. November 1911 (Leipzig, Postkarte)


10.XI.11. Am Jahrestage eines großen Erfolges.
L. F! Erinnern Sie sich des Schafskopfes beim Hermersberg? So werde ich binnen kurzem aussehen, wenn ich nicht ein Haarmittel gebrauche. Können Sie mir nicht das Recept Ihres Teufelselexiers oder eine ganz kl. Flasche als Muster ohne Wert schicken? Sie bekommen dafür auch ein Roßhaarkissen aus den ausgegangenen. Sonst ist wirklich garnichts Neues. Gestern in der Sprechstunde wieder 10 Mann (2 Std.). Am Montag rede ich im Akad. Phil. Verein über Dilthey. Morgen über 8 Tage hoffe ich in Berlin zu sein. Es ist hier noch immer ganz warm. Bisher noch immer ohne Winterüberzieher. Zeichnen Sie immer noch den Zahn der Zeit und hüten Sie den Hund des Herrn? Lassen Sie bald hören, wie es Ihnen geht. Grüße an Frl. Knaps u. Sie. Herzlichst Ihr nach den märkischen Seen sich sehnender Eduard.