Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 22. Dezember 1911 (Leipzig, Postkarte)


[1]
|
22.XII.11. 12 Uhr nachts. Liebe Freundin!
Sie müssen diesmal Nachsicht mit mir haben, noch mehr als sonst! Ich bin kein Mensch mehr: gestern von 2 - 1/2 12 ohne Pause wiss. Dienst. Heute durchgearbeitet, abgehetzt, gepackt. Ich schicke Ihnen nur ein ganz kleines Zeichen meines Gedenkens: Aber "Sie werden viel Schönes hineinlegen". Einen Brief hoffe ich morgen
[2]
| noch schreiben zu können. (hoffentlich) Ich fahre 8 Uhr 30 ab. Heute nur 2 Fragen 1) Ich kann aus dem Kursbuch nicht feststellen, wann ich Sie am 2. Feiertag abholen darf. Bitte schreiben Sie mir. Es wäre hübsch, wenn Sie mit uns Mittag essen könnten 2) Was soll die A. zu Weihnachten bekommen? (in bar.) Weiteres morgen. Aber viele Grüße der verehrten Tante u. nochmals die Bitte, mich mit den neuen Umständen hier zu entschuldigen. Ich werde Ihnen erzählen, wie es mir diese Tage gegangen ist, und freue mich unendlich darauf. Bleiben Sie beide gesund (- wie geht es der Tante heut? -) und reisen Sie glücklich.
Ihr
ao. Überlasteter.