Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 31. Juli 1911 (Heidelberg, Postkarte)


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Heidelberg, 31.7.11
L. Fr. Herzl. Dank für d. Karte, auf die ich schon recht wartete. Ich bin froh, daß alles gut geht, u. freue mich auf Mittwoch 8 Uhr. - Logis bestellt, scheint mir sehr nett u. ist hier in der Nähe. - Es geht wieder auf 2 Beinen, ist gut abgelaufen. Mittagessen abgelehnt, wurde sehr begreiflich gefunden. Genaues Programm machen wir wohl dann am Mittwoch. Ich werde diesmal ohne alle Hetzerei fertig, habe eben 2 große Postpakete expediert. Schreibe heute auf den H. H - richte die Bestellung aus. Es soll sehr heiß u. staubig da sein, aber abends doch 16°, das haben wir schon lange nicht mehr. Ich bin voll u. ganz auf Ihre Mißbilligung gefaßt, mache aber Sie für das Wetter verantwortlich. Wald, Gegend, Essen nehme ich getrost auf mein Risiko. - Die Sachen zum Entwickeln nehme
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| ich doch mit. Ihre Tiefenentwicklung wird vielleicht die nötige Dunkelheit bei mir erzeugen, sodaß man die Dunkelkammer entbehren kann. - Bitte, grüßen Sie Ihren Vater. Ihnen selbst einen herzlichen Gruß u. beste Wünsche für eine erträgliche Reise. Wenn irgend etwas Ihre Abfahrt verzögern sollte, bitte Telegramm. Aber es würde mir sehr zuwider sein. KH.