Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 3. Februar 1912 (Bahn nach Neubabelsberg), Postkarte


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<Poststempel: 3.2.12>
In der Bahn nach Neubabelsberg
L. F! Ihren l. Brief erhielt ich unmittelbar vor der Abreise u. konnte ihm, da der Kollege Salomon mit mir fuhr, erst in der Bahn [über der Zeile] Berlin lesen. Vielen Dank! Die ganzen Begleitschreiben schicke ich demnächst. Inzwischen kamen noch 5 Eisläuferinnen
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| per Photographie. Zuhaus fand ich diesmal alles in guter Ordnung. M. Vater hat leider 1 Zahn verloren, womit zugleich eine ganze Reihe, die ihm nur halb gehört (sic!) unbrauchbar wurde. Ich fahre vielleicht schon morgen Abend zurück; habe niemanden benachrichtigt außer d. Sanitätsrat Hesselbarth, mit dem ich über L. reden will. - Die gestern angeregte Sache beschäftigt mich natürl. sehr; will auch Frau Riehl fragen. 1200 M Wohnung, das ist das Teure. Andererseits bin ich viel fort. Habe 1. April wenig Zeit, wie Sie wissen. Aber 1.X. würde es doch kommen. Wenn in m. jetzigen Gegend geeignete Wohnung für 900 M (Sie wissen, für 1000 gibt es) so würde ich sehr leicht zugreifen. Hier ist es recht kalt. Hoffentlich wirkt das günstig auf Sie. Sie müssen ordtl. rumschlafen, <li. Rand,S.1> 12 Stunden, das hilft. hoff. <re. Rand> morgen Nachricht. Hzl. Gr. <Kopf> Eduard. Noch sonst manches mitzuteilen.